Das Babykätzchen Lulu wurde gestern operiert. Der Tierschutzverein benötigt für die Kosten der OP finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung. Foto: Tierschutzverein Delmenhorst
Kätzchen in Not

Verein benötigt Spenden für Lulus schwere Operation

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Der Tierschutzverein braucht dringend finanzielle Spenden für die Operationskosten der kleinen Lulu.

Das schwer verletzte Babykätzchen Lulu hatte Riesenglück, dass es am vergangenen Freitag von zwei tierlieben Menschen gefunden und zum Tierschutzverein Delmenhorst am Schillbrok gebracht worden ist. Einen ganzen Tag hatte das knapp acht Wochen alte Kätzchen mit einem Beckenbruch und zwei gebrochenen Oberschenkeln hilflos an der viel befahrenen Grüppenbührener Landstraße in Bookholzberg ausharren müssen, bevor mit Christoph Smip und Mike Pade, zwei Mitarbeitern der Tischlerei Gallas, die ersehnte Rettung kam. Vermutlich ist Lulu vor ein Auto gelaufen.

Schon am Donnerstagvormittag war den beiden Tierfreunden ein Miauen auf der gegenüber liegenden Straßenseite beim Restaurant aufgefallen. „Da möchte aber eine Katze dringend ins Haus“, dachten die beiden und fuhren los zu ihren Aufträgen. Als bei Arbeitsbeginn am Freitagmorgen das Miauen immer noch da war und zudem viel kläglicher klang als am Tag zuvor, machten sich Smip und Pade auf die Suche. „Ich habe selber zwei Katzen und kenne ihre verschiedenen Maunzer nur zu gut, und da war eine Katze in Not“, erklärt Smip.

Die Tierfreunde handelten sofort

Und tatsächlich, unter einem Auto auf dem Parkplatz des Restaurants fanden sie ein kleines schwarzweißes Kätzchen, das sich sofort miauend zu ihnen schleppte und sich fest ihn ihre Arme presste. Der Schreck war groß, als sie sahen, dass die kleine Samtpfote genau so aussah wie eine ausgewachsene Katze, die Tage zuvor auf derselben Straße überfahren worden war. Die Männer vermuteten, dass es dabei um die Mutter des Kitten gehandelt hat.

Die beiden Tierfreunde handelten sofort. Sie gaben der kleinen Samtpfote Wasser und Futter und brachten sie direkt zum Tierschutzhof Delmenhorst. Dort wurde der Tierarzt alarmiert und zudem machten sich zwei Mitarbeiterinnen auf den Weg, um nach eventuell verwaisten oder auch verletzten Geschwisterkätzchen entlang der Straße zu suchen, dies allerdings bislang ohne Erfolg.

Operation ist erfolgreich verlaufen

Die Untersuchungen des Hoftierarztes brachten das ganze Ausmaß der schweren Verletzungen ans Licht. Die kleine Lulu wurde gestern sehr aufwendig und kostenintensiv am Becken und an beiden
Oberschenkeln von einer tierärztlichen Spezialistin operiert. Die Operation scheint erfolgreich gewesen zu sein. „Lulu ist schon wieder aufgewacht und hat auch schon getrunken und gefressen“, sagt Nadine Wessollek vom Tierschutzhof in Delmenhorst.

Da die Kosten für die Operation mit rund 700 Euro zu Buche schlagen, bittet Wessollek alle tierlieben Menschen, dem Verein finanziell unter die Arme zu greifen. Spenden mit Betreff „Tierarztkosten“ können an die Landessparkasse zu Oldenburg, IBAN: DE15 2805 010 gerichtet werden.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Der Schutz des Menschen sollte hierbei nicht vergessen werden

    Anwälte und Sozialgerichte in Deutschland sind denkbar ungeeignet, geht es um den
    Schutz von Schwerbehinderten Menschen, vor Willkür und Unwillen von Krankenkassen, dringend benötigte Behandlungen und Kosten für Hilfs- und Heilmittel zu übernehmen. Die Politik ignoriert diese Minderheit diesbezüglich vollkommen. Sozialverband und VDK steht ihr in nichts nach. Sie lassen gemeinsam zu, dass Betroffene durch Fehlverhalten von Ärzten im schlimmsten Falle in Teufels Küche geraten.

    Wann wird in diesem Sinne der erste Menschenschutzverein gegründet, der vor den Machenschaften von beispielsweise Betriebskrankenkassen schützt?

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