Wenn Milot Rashica antritt, kann ihn auch ein Mats Hummels (rechts) kaum stoppen. Werder-Trainer Florian Kohfeldt hält große Stücke auf den kosovarischen Nationalspieler: „Er kann mit einer Aktion ein Spiel entscheiden.“ Foto: Nordphoto
Bundesliga

Milot Rashica: Ausbrecher-Typ mit Turbo

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Kurz vor dem Bundesligauftakt ist „Rakete“ Rashica bereit für große Taten.

Noch einmal schlafen müssen die Fans des SV Werder Bremen, bis für sie endlich wieder der Ball in der Bundesliga rollt. Gut möglich, dass sie auch von Milot Rashica träumen. Denn der schnelle Angreifer gehört sicher zu den großen Hoffnungsträger, wenn es am Ende auch mit dem Traum von Europa etwas werden soll.

Den Spitznamen Rakete haben ihm die Fans zwar vor allem wegen seiner Schnelligkeit verpasst, doch er passt auch zu dessen steilem Aufstieg in der vergangenen Saison. Und geht es nach Werder-Trainer Florian Kohfeldt, steht dem 23-Jährigen erneut ein großes Jahr bevor.

Einer der Gewinner

„Milot hat eine sehr gute Entwicklung genommen. In der Vorbereitung konnten wir noch mal feststellen, dass er ein anderes Selbstverständnis in seinem Spiel bekommen hat“, sagt Kohfeldt vor dem Pokalderby.

Was nichts anderes heißt als: Rashica ist bei Werder einer der Gewinner des Sommers, hat seinen ohnehin schon wichtigen Status innerhalb der Mannschaft zementiert, was nicht nur mit den sportlichen Auftritten zu tun hat.

Rashica hat sich gut eingelebt

„Er hat sehr gut Deutsch gelernt, das ist ein wichtiger Faktor“, betont Kohfeldt. Rashica würde inzwischen „immer mal wieder einen Spruch raushauen“, sprich: ist voll im Team integriert, bricht auch mal etwas aus dem Alltäglichen aus.

„Das finde ich sehr gut. Das ist es auch, was ich auf dem Platz von ihm sehen will. Ein Spieler in seiner Situation braucht auch mal die Lockerheit, etwas zu riskieren.“

Verbannung ist lange vorbei

Diese „gute Mischung von Konzentration und Lockerheit“, ist es, die Kohfeldt neben Rashicas Leistungen auf dem Platz richtig Lust auf die Zusammenarbeit mit dem kosovarischen Nationalspieler macht.

Nur mal zur Erinnerung: In der Hinrunde der Vorsaison hatte der Trainer den Angreifer noch für einige Wochen aus dem Kader verbannt, um ihn zum Nachdenken anzuregen. Rashicas taktische Disziplin hatte dem Trainer damals missfallen. Doch diese Zeiten sind lange vorbei.

„Er nimmt zu jedem Zeitpunkt aktiv am Spiel teil, wartet nicht auf Aktionen, er sucht sie selbst, kreiert sie“, lobt Kohfeldt. Und weiter: „Er kann mit einer Aktion ein Spiel entscheiden. Das ist eine Fähigkeit, die nicht so viele Spieler haben.“

Rückrunde mit viel Energie

Dazu sei Rashicas Verhalten im Mannschaftsverbund unglaublich gut geworden, „und sein Defensivverhalten ist für einen Offensivspieler extrem gut.“

Neun Tore und fünf Vorlagen hat Rashica in der vergangenen Saison für Werder geliefert. Dabei war der Stürmer erst in der Rückrunde explodiert. Kohfeldt geht fest davon aus, dass es in der Serie 2019/2020 von Beginn an gut für Rashica läuft und der schnelle Profi seine Statistiken noch verbessert.

„Er wird in dieser Saison eine enorm wichtige Rolle für uns spielen“, betont der Coach. Am besten natürlich gleich am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Weserstadion) vor heimischer Kulisse gegen Fortuna Düsseldorf.

von Daniel Cottäus

Werders Fahrplan in der Bundesliga startet am Samstag, 17. August (15.30 Uhr), mit einem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Danach folgt auswärts Hoffenheim (24. August, 15.30 Uhr). Im September stehen an: ein Sonntagsspiel gegen Augsburg (H, 1.9., 15.30 Uhr), Aufsteiger Union Berlin (A, 14.9., 15.30 Uhr), Leipzig (H, 21.9., 18.30 Uhr) und Dortmund (A, 28.9., 18.30 Uhr).

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Fortune für Düsseldorf

    Bremer, die ins Exil gezwungen worden sind, wünschen den Düsseldorfern morgen ihren ersten Auswärtssieg in der neuen Bundesligabolzsaison.

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