Wissenschaft zum Anfassen: Beim Zukunftsfeld Mathematik stellen Wissenschaftler das interaktive Neuro-Exponat den Schülern vor. Foto: Harald Rehling / Universität Bremen
Erlebnistage

Kinder an der Uni: Wissenschaft trifft Schule

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Um die Themen Wissenschaft und Forschung geht es im September bei einer ganzen Reihe von Veranstaltungen.

Der September steht für viele Mitarbeiter der Universität Bremen unter dem Motto „Wissenschaft trifft Schule“ – denn die Uni und ihre Partnerinstitute laden Kinder und Jugendliche zu Workshops und Info-Veranstaltungen auf dem Campus ein.

Zudem beteiligen sie sich an zwei Großveranstaltungen im Bürgerpark und an der Weserpromenade. Organisiert werden diese von der Klaus Tschira Stiftung sowie der City-Initiative Bremen.

Los geht es in dieser Woche im Bürgerpark mit den naturwissenschaftlichen Erlebnistagen Explore Science der Klaus Tschira Stiftung: Die Universität Bremen und ihre Forschungspartner vom Campus beteiligen sich an dieser Großveranstaltung mit zahlreichen Mitmach-Angeboten, Workshops und Vorträgen.

Wissenschaft im Bürgerpark

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Vorjahr findet das Wissenschaftsfestival jetzt zum zweiten Mal statt, noch bis Samstag, 7. September, jeweils von 9 bis 17 Uhr. Unter dem Motto „Zeit“ sind alle Bremer Kindergärten, Schulen und Familien zu der kostenlosen Veranstaltung eingeladen.

Die Anmeldefrist für die Workshops ist bereits abgelaufen, das Bühnenprogramm und die zahlreichen Mitmach-Angebote können jedoch ohne Anmeldung besucht werden.

Zahlreiche Bereiche der Universität kann man auch bei der Maritimen Woche kennenlernen. Am 21. und 22. September präsentieren sie sich auf Einladung der City-Initiative Bremen bei der Forschungsmeile an der Weserpromenade. Auch hier gibt es spannende Einblicke und Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche – kostenlos und ohne vorherige Anmeldung.

Beliebt und ausgebucht sind bereits zwei Veranstaltungen auf dem Campus zum Thema Raumfahrt und Mathematik: Über 1.000 Schüler der dritten bis sechsten Jahrgangsstufe werden am 9. und 10. September die Raumfahrtshow des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im großen Hörsaal der Universität besuchen. Sie ist zurzeit deutschlandweit auf Tour.

Spannende Einblicke in die Mathematik

Spannende Einblicke in das Berufsfeld Mathematik erhalten rund 500 Schüler der gymnasialen Oberstufe am 16. September. Der technische Fortschritt, der unser tägliches Leben bestimmt, ist ohne Mathematik nicht denkbar.

Trotzdem ist vielen Menschen nicht bewusst, dass Mathematik fast überall eine Rolle spielt. Deshalb haben das Zentrum für Technomathematik (ZeTeM) der Universität und das Fraunhofer Institut für Digitale Medizin Mevis Experten eingeladen. Wegen der großen Nachfrage wird die Veranstaltung im nächsten Jahr wieder angeboten.

„Wir sind der Überzeugung, dass erfolgreicher Wissenstransfer schon bei Kindern ansetzt“, sagt Thomas Hoffmeister, Konrektor für Lehre und Studium an der Bremer Uni. „Deshalb machen wir und unsere Partner im Technologiepark regelmäßig zahlreiche Angebote für Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte.“

Und das mit Erfolg: Im Jahr 2018 nahmen über 15.000 Schüler diese Angebote wahr. Das geht aus dem „Jahresbericht zu Angeboten für Kinder, Jugendliche & Lehrkräfte“ hervor.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Bremens Forschung in der Raumfahrt steckt fest – Medizin ist für Bremen wichtiger.

    Noch immer versuchen Forscher von der Bremer Uni verzweifelt, die „Nase“ des Marsroboters, den sie entwickelt haben und der bei seiner ersten Mission auf dem Mars kläglich versagte, aus dem „Dreck“ des roten Planeten zu ziehen. Der wurde konstruiert, um auf dem Mars Bohrungen vorzunehmen und Gesteinsproben zu nehmen.

    Gleich bei seinem ersten Einsatz vor einigen Monaten bohrte er sich hierbei aber fest. Davon, dass die Forscher im Bremer Labor an der Universität es endlich geschafft hätten, ihn von der Erde aus, mit Hilfe von Programmen, die hier entwickelt und an ihn übertragen werden, wieder frei bekommen haben, damit das Renommee der Deutschen Luft- und Raumfahrtforschung bei diesem internationalen Projekt nicht dauerhaften Schaden nimmt, las oder hörte man bislang nichts.

    Auch im Fallturm – dereinst für eine kurze Zeit das weltweit beachtete und einzigartige Highlight, bis Japan eine Kopie in seinem Land aufstellte – fällt immer weniger wissenschaftliches Renommee für das kleinste Bundesland ab. Hierfür zumindest steht er als Wahrzeichen und hat diesbezüglich mittlerweile einen eher musealen Charakter entwickelt.

    Während sich die Welt hinter vorgehaltener Hand über Bremen als Luft- und Raumfahrtstandort amüsiert, leidet der Stadtstaat hingegen sehr unter seinen schlecht ausgebildeten Medizinern. Welcher überdurchschnittlich gut ausgebildete Mediziner will sich auch an einem Standort niederlassen, von dem Unternehmen aus der Raumfahrtindustrie behaupten, dass sie nicht einmal Facharbeiter, die anderen Ortes ausgebildet worden sind, um Renommee zu erhalten, nach Bremen locken können, da es ihnen an den weichen Standortfaktoren fehlt?

    Bremen ist zudem im vergangenen Jahr das einzige Bundesland gewesen, aus dem die meisten Studierenden, die irgendwo in einem curricular und von der Ausstattung zweit- oder drittklassig aufgestellten Studiengang an Bremens Hochschulen studiert haben, den Studienstandort wechselten, um später Chancen zu haben, mit einer guten Ausbildung am Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein.

    Anspruchsvollen jungen Menschen, die später etwas vom Leben haben wollen, ist in vielen Fällen also davon abzuraten, in Bremen zu studieren. Schon heute beklagen Studierende das mangelnde Freizeitangebot, die in Bremen sterbende Kneipen- und Clubszene und wandern beispielsweise ins wenige Kilometer entfernte Oldenburg ab. Gut ausgebildete Fachkräfte bevorzugen Standorte, die ihnen vielfältigere und hochwertigere kulturelle Angebote bieten. Bremen fehlt es so beispielsweise nicht nur an einem wettbewerbsfähigen Observatorium, sondern auch an einem Staatstheater, einem Operettenhaus und an hochwertigeren kulinarischen Angeboten. Denn selbst ein Restaurant mit einem Sternekoch hat der Stadtstaat nicht zu bieten.

    Nicht einmal eine medizinische Fakultät mit Uniklinikum und entsprechenden Forschungseinrichtungen hält Bremen, als einziges Bundesland in Deutschland, an seiner Universität vor. Darunter leidet zudem die Fortbildung bei Ärzten, die von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen von Haus aus unberührt bleiben. An Standorten wie Hamburg trifft man allenthalben auf Facharztpraxen, die von gut ausgebildeten Ärzten geleitet werden, die regelmäßig, beispielsweise im Rahmen von Lehraufträgen oder Beteiligungen und der Einbindung ihres Praxispersonals in Forschungsprojekte, an ihrem Wissensstand arbeiten, was Patienten zu Gute kommt.

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