Die Botschaft ist angekommen: Die Fridays-for-Future-Bewegung ist keine Eintagsfliege. Die Aktivisten lassen nicht locker, und es werden immer mehr. 30.000 Menschen auf die Straße zu bringen und den Marktplatz zu überfüllen hat in Bremen schon lange niemand mehr geschafft. Zuletzt Werder, 2004, nach dem Gewinn der Meisterschaft.
Aber mit einem politischen Anliegen? In jüngerer Vergangenheit zumindest nicht. Man denke zurück an den letzten Bundestagswahlkampf: Die Kanzlerkandidaten Merkel und Schulz hatten deutlich weniger Publikum. 30.000 Leute kann man auch nicht mehr als Haufen fauler Schulschwänzer abtun.
Die Jugendlichen haben es geschafft, ihre Bewegung in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Ganz wichtig: Der Schulterschluss mit den Gewerkschaften. Es geht nicht gegen die Wirtschaft, sondern um die Frage, wie man den notwendigen Wandel gestalten kann.
Die zähen Verhandlungen des Klimakabinetts in Berlin haben gezeigt, dass die Politik eine zusätzliche Antriebskraft gebrauchen kann.
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In Bremen stehen Schulschwänzer in der ersten Reihe.