Das Wappen Lemwerders am Rathaus der Gemeinde. Foto: Roskamp
Lemwerder

Aus den Ausschüssen

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Bei dem Schul- und Sozialausschuss in Lemwerder wurden die Themen Eschhofschule und Jobcenter besprochen.

Eschhofschule kippelt

Zum jüngsten Schulausschuss war ein vergleichsweise großes Publikum anwesend. Betroffene Eltern und Lehrer wollten direkt dabei sein, wenn über die Zukunft der Eschhofschule geredet wurde. Bürgermeisterin Regina Neuke fand auch zu Beginn klare Worte und sprach sich für den Erhalt des Standortes aus. Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Tatsächlich steht die Zukunft der Eschhofschule nämlich auf der Kippe. Der Grund: Es gibt nicht genug Schüler.

Der Schulleiter sei recht neu im Amt und setze bereits gute Akzente, so Neuke. Man müsse einen Appell an die Landesregierung für Chancengleichheit stellen, immerhin sei die Schule ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ein Zeichen müsse am 26. September auf der Ratssitzung gesetzt werden.

Das Gespräch mit dem Schulträger zu suchen, wurde vorgeschlagen. Neuke wies darauf hin, dass ein Termin mit der Schulbehörde in Planung sei.

Wenig überraschend lehnt der Schulelternrat die Schließung der Schule geschlossen ab. Unter anderem wird in einer Stellungnahme an Landrat Thomas Brückmann angeführt, dass die Geburtenzahlen in Lemwerder stark gestiegen seien. Daher sei mit mehr Schülern in Zukunft zu rechnen. Ein umfassendes Schulangebot sei überdies ein wichtiger Faktor für den Standort Lemwerder in den Punkten Wohnen, Arbeiten und Wirtschaften.

Der Beschlussvorschlag zum Thema Eschhofschule wurde zunächst vertagt. Wolf Rosenhagen (CDU) schlug hierzu vor, den 23. September abzuwarten. Zu diesem Tag hat der Landkreis eingeladen, um das Thema weiter zu vertiefen. Entschieden wurde somit noch nichts, auch vorgenommen haben sich Rat und Ausschuss nichts konkretes.

Jobcenter zum Kunden

Der vergangene Sozialauschuss beschäftigte sich unter anderem mit einem Antrag der FDP-Fraktion. In diesem wird gefordert, den Beratungsgegenstand der Sprechzeiten des Jobcenters Wesermarsch in Lemwerder auf die Tagesordnung zu setzen. Harald Schöne (FDP) sagte hierzu: „Das Jobcenter ist ein Dienstleister für unsere Bürger.“ Derzeit sei es nötig, für Termine beim Jobcenter nach Brake zu fahren.

Schon früher habe es das Angebot eines Jobcenters im Rathaus Lemwerder gegeben. Die Gemeinde Jade habe eine vergleichbare Situation und sich an Arbeitsagentur und Landkreis gewandt.
Das Jobcenter sieht indes für regionalere Lösungen keinen Bedarf. „Es gibt keine Beschwerden unserer Kunden“, soll die Antwort gelautet haben.

Brigitta Rosenow (Grüne) berichtete daraufhin von ihren eigenen Erfahrungen. „Als ich in der Situation war, wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, mich zu beschweren“, sagte sie. Ihre Lösung ist nahe liegend. „Es gibt keine Beschwerden? Dann beschwert euch!“

„Es geht hierbei auch nicht um einen Missstand, sondern um eine Verbesserung“, sagte Rainer Wohlers (UWL). Schöne merkte noch an, dass die Fallzahlen interessant für eine Entscheidung sein könnten. Also wie aktiv eine Jobcenter-Sprechstunde im Rathaus Lemwerder angenommen werden würde. „Vielleicht sollte man hierzu den Leiter des Jobcenters einladen“, so Schöne.

Der derzeitige Zeitaufwand für die Wahrnehmung eines Termins im Jobcenter in Brake liegt für Bürger Lemwerders bei zirka zwei Stunden für Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Ausschuss stellte in Aussicht, sich des Themas erneut anzunehmen.

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