Leonardo Bittencourt vergab kurz vor dem 0:1 eine der wenigen guten Bremer Chancen. Foto:Nordphoto
0:1 gegen Paderborn

Nächste Heimpleite für Werder

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Nach einer schwachen Vorstellung gegen Paderborn rutscht Werder wieder in den Tabellenkeller.

Von wegen Befreiungsschlag: Wer gedacht hatte Werder wäre nach dem Auswärtserfolg in Wolfsburg über den Berg, der sah sich getäuscht. Freche Paderborner rauben den Bremern in letzter Minute drei fest eingeplante Punkte. Dabei profitierte der Tabellenletzte von einem Videobeweis.

Die Fahne des Schiriassistenten war längst oben, als der eingewechselte Sven Michel den Ball zum 1:0 für die Gäste über die Linie drückte. Klarer Fall: Abseits – dachte man und entsprechend gering fiel der Jubel der Gäste aus.

Lähmendes Entsetzen

Bevor Jiri Pavlenka den Freistoß jedoch ausführen konnte, meldete sich der Videoassistent aus Köln. Nach Minuten Überprüfung dann Jubel pur bei den Paderbornern und lähmendes Entsetzten bei den Bremern. Schiedsrichter Sascha Stegemann machte erst das Viereck und deutete dann auf den Mittelpunkt.

Es war der passende Schlusspunkt unter einen ziemlich misslungenen Sonntagnachmittag aus Bremer Sicht.

Werder zu selten im Strafraum

Die 39.870 Zuschauer im Wohninvest Weserstadion sahen im ersten Durchgang eine ausgeglichene Partie. Werder kombinierte gefällig, kam aber zu selten in den Strafraum.

Das lag unter anderem daran, dass die Gäste Werders Zielspieler Yuya Osako so bearbeiteten, dass der Japaner nur wenige Bälle behaupten könnte. Allerdings ging er dabei viel zu oft und viel zu leicht zu Boden.

Einmal setzte es sich jedoch gegen drei Paderborner durch und steckte wunderbar zu Maxi Eggenstein durch, der leider knapp verzog (25.). Zuvor gab es noch eine Doppelchance zu notieren, bei der erst Bittencourt und im Nachschuss Klassen an SCP- Torwart Zingerle scheiterten (14.).

Moisanders Comeback

Auf der anderen Seite müsste die Werderabwehr, in der erstmals nach langer Verletzung wieder Niklas Moisander die Kommandos gab, vor den schnellen Steilpässen der Paderborner auf die Flügel auf der Hut sein. Insbesondere die flinken Antwi-Adjei und Mamba sorgten immer wieder für Unruhe.

Dreimal würde es richtig gefährlich. Doch bei Schüssen von Antwi-Adjei (8.)  und Zolinkski (29.) sowie einem Kopfball nach einer Ecke war Pavlenka zur Stelle.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Werder den Druck, klare Chancen blieben jedoch Mangelware. Florian Kohfeldt reagierte mit der frühzeitigen Einwechslung von Claudio Pizarro für den glücklosen Osako (57.). Zehn Minuten später folgte dann auch Flügelstürmer Benjamin Goller für Abfangjäger Bargfrede. Werder wollte den Sieg unbedingt.

Paderborn hält dem Druck stand

Paderborn ließ sich davon nicht beeindrucken. Trotzdem bekam Werder noch die Chance zum Siegtreffer. Doch Bittencourt zögerte nach Vorarbeit von Rashica zu lange und traf nur das Außennetz.

Während Werders Joker Pizarro, Goller und Johannes Eggestein ohne Wirkung blieben, stachen die Paderborner um so besser. Gerrit Holtmann lief müden Bremern mehrfach davon und gab die entscheidende Hereingabe, die Michel zum Siegtreffer verwertete.

Werder: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson – M. Eggenstein, Bargfrede (67. Goller), Klaassen – Bittencourt (88. J. Eggestein), Osako (57. Pizarro), Rashica

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