Kinder- und Jugendfarm Habenhausen, Susanne Molis, Foto: Schlie Susanne Molis leitet die Farm seit 30 Jahren und besetzt die Position seit rund einem Jahr alleine. Foto: Schlie
Habenhausen

Neue Herausforderungen auf der Farm

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Seit rund einem Jahr leitet Susanne Molis die Kinder- und Jugendfarm alleine.

Etwa ein Jahr ist es her, dass Hayo Hoffmann in den Ruhestand ging. Die bis dahin gemeinsame Leitung der Kinder- und Jugendfarm in Habenhausen ist seitdem in den Händen von Susanne Molis.

Vor 30 Jahren hat sie diese Position in Doppelbesetzung mit übernommen. Nun entwickelt sie mit dem Team Pläne für das lauf ende Jahr, aber auch ihren eigenen Ruhestand bezieht sie in diese Überlegungen bereits mit ein.

Weniger Geld verfügbar

Bevor sich Molis im Oktober 2022 beruflich von der Farm verabschiedet, wünschen sie und ihr Team sich eine Veränderung: „Wir möchten das Haus umbauen und ein Büro mit vernünftigen Arbeitsplätzen schaffen“, sagt sie, Dieser Plan befinde sich aber noch in der Ideenfindung und die Finanzierung müsse geklärt werden.

Diese ist derzeit ohnehin ein Thema. Während die Farm im vergangenen Jahr noch 177.000 Euro durch die Mittelverteilung der offenen Jugendförderung erhalten hat, ist die Summe für das laufende Jahr um 7.000 Euro gekürzt. Etwa 112.000 Euro bringt die Farm selbst auf.

Nicht nur die Angebote der Farm müssen finanziert werden, auch die rund 100 Tiere profitieren von Spenden. Rund 112.000 Euro bringt die Farm selbst auf. Foto: Mader

Nicht nur die Angebote der Farm müssen finanziert werden, auch die rund 100 Tiere profitieren von Spenden. Rund 112.000 Euro bringt die Farm selbst auf. Foto: Mader

Der Beirat Obervieland hat bereits mehrfach gefordert, dass die Mittel für die Jugendförderung erhöht werden. Auch habe sich das Team der Farm schon frühzeitig darauf eingestellt, weniger Geld zur Verfügung zu haben. Unter den Maßnahmen ist unter anderem, dass die zweite Leitungsstelle nicht wiederbesetzt wurde.

„Die Motivation war runter, nachdem wir die Nachricht bekommen haben“, sagt Molis. Sie müssten nun kreativ werden. „Es gibt viele Leute, die hinter der Farm stehen. Viele spenden, wir haben viele Ehrenamtliche, die helfen“, sagt die Leiterin.

Langsamer Abschied

Molis hat 1984 als ehrenamtliche Mitarbeiterin auf der Farm angefangen. 1990 hat sie – dann hauptamtlich – mit Hoffmann die Leitung übernommen und die Farm wieder aufgebaut, die damals kurz vor der Schließung stand. Nun, 30 Jahre später, bereitet sie sich auf ihren Ruhestand vor. „Ich fange an, Aufgaben weiterzugeben, denn ich will, dass die Farm in vernünftige Hände geht“, sagt sie.

Schon mit dem Ausscheiden von Hoffmann hätte überlegt werden müssen, wer welche Aufgaben übernehmen kann.

„Wir reagieren hier immer auf aktuelle Begebenheiten und brauchen immer Leben auf der Farm, keinen Stillstand.“ Eine Reaktion auf aktuelle Dinge ist die neue Fair-Kämpfen-Gruppe. Dort sollen Kinder lernen, fair miteinander umzugehen, selbst wenn sie der Ansicht sind, dass Worte beim Streit nicht mehr reichen.

 

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