Lieutenant Leslie (Andrew Scott, left), Schofield (George MacKay, right), Blake (Dean-Charles Chapman, second from the right) with fellow soldiers in 1917, the new epic from Oscar®-winning filmmaker Sam Mendes. Lieutenant Leslie (Andrew Scott, l.), Schofield (George MacKay, r.), Blake (Dean-Charles Chapman, 2. v. r.) in "1917". Foto: Universal
Film der Woche

Film der Woche: 1917

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Jüngst wurden die Nominierungen für die diesjährige Oscar-Verleihung veröffentlicht. Nachdem „1917“ am 5. Januar bereits zwei Golden Globes als „Bester Film (Drama)“ und für die „Beste Regie“ abstauben konnte, wurde das Weltkriegsdrama nun auch in zehn Kategorien für Academy Awards vorgeschlagen.
Auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkrieges erhalten die beiden britischen Soldaten Schofield (George MacKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) den Befehl, zu Fuß einen Abschnitt des französischen Schlachtfelds zu durchqueren, den die Deutschen gerade angeblich geräumt haben, um einer näher an der Front agierenden Einheit die Nachricht zu überbringen, dass diese bei einem Angriff unweigerlich in einen Hinterhalt des Feindes geraten werde …

Die atemlose Handlung entspricht annähernd den 110 Minuten Laufzeit des Films und findet damit quasi in Echtzeit statt. Zudem erweckt „1917“ den Eindruck, als bestünde er aus einer einzelnen, ununterbrochenen Aufnahme. Die Kamera folgt dabei unablässig den Hauptfiguren und variiert lediglich den Abstand zu ihnen. Unvermeidliche Schnitte wurden größtenteils kaschiert. Das bindet den Zuschauer ähnlich eng ans Geschehen wie aktuelle Computerspiele mit Third-Person-Perspektive.

Bei aller Spannung, Raffinesse und dem akribischen Bemühen um Authentizität geht es Sam Mendes’ („Skyfall“, „Spectre“) Meisterwerk jedoch zwangläufig wie jedem Kriegsfilm: Das wahre Grauen und der Irrsinn können nicht erschöpfend in Bilder gefasst werden. 

Fazit: Brillant

GB/USA 2019; R: Sam Mendes; D: George MacKay, Dean-Charles Chapman, Benedict Cumberbatch; 110 Min; FSK: ab 12;
Kinos: Cinemaxx, Cinespace, Kristall-Palast, Maxx

von Lothar Jentsch

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