Mischungen aus Wohnbebauung, Eventflächen und Freizeitbereichen in Verbindung mit Wasserläufen und einem See finden sich in verschiedenen Gestaltungsvorschlägen.Foto: Schlie
Galopprennbahn

Denkanstöße in Richtung Wohnbebauung

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Der Runde Tisch zur Zukunft des Rennbahngeländes hat sich formiert und soll im März mit der Arbeit beginnen.

Wie es nach dem Volksentscheid gegen die ursprünglich vom Senat geplante Bebauung mit 1.000 Wohneinheiten mit dem Gelände der ehemaligen Galopprennbahn weitergehen könnte, ist weiterhin völlig unklar. Ein Runder Tisch soll die Entscheidungen der politischen Gremien vorbereiten. Nach monatelangen Gesprächen hinter den Kulissen verständigten sich die Beteiligten nun zumindest auf Arbeitsweise und Teilnehmerkreis.

„Es freut mich sehr, dass wir damit jetzt den Grundstein für den runden Tisch gelegt haben“, teilte Bürgermeisterin Maike Schaefer mit. „Wir sind nun in der Abstimmung für einen Auftakttermin, der bestmöglich noch im März stattfinden soll. Dann können wir mit der inhaltlichen Arbeit beginnen.“

Zwischennutzung sind kein Beratungsgegenstand

Der Runde Tisch besteht aus einem inneren und einem äußeren Kreis. Zum inneren Kreis zählen die Senatorin für Stadtentwicklung, die Wirtschaftssenatorin, die Sozialsenatorin, die Bürgerinitiative Rennbahngelände, die Beiräte Hemelingen und Vahr sowie ihr gemeinsamer Regionalausschuss, die Ortsamtsleitung Hemelingen, Vertreter der Bürgerschaftsfraktionen und die Initiative grünes Bremen/Nabu. Im äußeren Kreis kommen die Senatsressorts für Bildung und Kultur, die Gewoba, die Firma Siedentopf, das Atlantic Hotel, die Wirtschaftsförderung, der Landessportbund und weitere Vertreter der Bürgerinitiative hinzu.

Mögliche Zwischennutzungen sollen nur im Ausnahmefall Gegenstand der Beratungen sein. Für diesen Bereich soll es in Kürze Gespräche zwischen der Wirtschaftssenatorin und der Zwischenzeitzentrale geben.

Gestaltungsvorschäge von Architekturstudenten

Zwölf Gestaltungsvorschläge für das rund 30 Hektar große Areal von Masterstudierenden der Jade-Hochschule Oldenburg kann man noch bis einschließlich 24. Februar in der Kassenhalle des Finanzzentrums der Sparkasse am Brill begutachten. Auch wenn die Entwürfe, die von einer Dünenlandschaft bis zu einem Innovationszentrum reichen, nicht mit dem Anspruch auf Realisierbarkeit erstellt wurden, so könnten sie doch ein paar Denkanstöße liefern.

Auffällig ist beispielsweise, dass acht der zwölf Entwürfe zumindest auf einem Teil des Gebietes auch das Thema Wohnen berücksichtigen. Genau das schließt das per Volksentscheid beschlossene Ortsgesetz aus. Die Ausprägungen für das Wohnen reichen dabei von Studentenheimen über Tiny Houses bis zum Geschosswohnungsbau.

Verbindungen über das Gelände

Praktisch alle Vorschläge sehen eine Verbindung der Stadtteile Vahr und Hemelingen über das Gelände vor, nur im Ausnahmefall jedoch für motorisierten Individualverkehr. Angetan haben es den Architekturstudenten auch die vorhandenen Seen und die derzeit größtenteils unterirdisch verlaufenden Fleete, die sie wieder ans Tageslicht bringen wollen. Manche wollen sie zu Rundläufen verbinden.

Mehrfach tauchen auch Begriffe wie Badestrand und Schwimmteich auf. Die denkmalgeschützte Tribüne der Rennbahn nutzen die meisten Entwürfe in Zusammenhang mit einem Eventbereich. Praktisch in allen Ausarbeitungen tauchen neben Parkanteilen im Zentrum des Areals auch Flächen für öffentliche und frei zugängliche Sportflächen auf.

Preise für Innovationszentrum, Sternwarte und Kulturdock

„Jeder hat seine Präferenzen“, kommentierte Sparkassen-Vorstand Thomas Fürst die Arbeiten. Er war Mitglied einer Jury, die zwei erste und einen zweiten Platz kürte. Besondere Anerkennung der Juroren verdienten sich dabei das Konzept „Vision Bremen“ mit Studentenwohnheim, Arbeitsräumen und Innovationszentrum, ein Konzept mit Sternwarte, Eventbereich und Wohnbebauung durch Tiny Houses im Anschluss an die Wilhelm-Busch-Siedlung im Osten, sowie das „Kulturdock“ – ein „Jedermannsland“ mit Kreativdorf, Badesee, Bewegungsarenen und Wohnquartier im Westen.

Professor Hartmut Stechow zeigte sich mit den Arbeiten seiner Studenten ebenfalls zufrieden, betonte im Hinblick auf die Preisvergabe aber: „Meine Noten sind ganz anders.“

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