Gerd Logemann, Georgios Kolios, Markus Weise und Edgar Ruhm (v.l.) inspizieren das Modell des Bühnenbildes. Foto: Konczak
Ganderkesee

Eine nagelneue Burgruine

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Bühnenbildner Georgios Kolios präsentiert Modell der Kulisse für Brudermord.

In Bergedorf steht bald eine Burgruine. Nicht, wie es sich für Burgruinen eigentlich gehört, eine alte, sondern eine brandneue. Entstehen wird sie, wie auch der Rest der Kulisse für das Freilichttheaterstück „Brudermord“, in der örtlichen Werkstatt der Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen (LEB).

Georgios Kolios ist Bühnenbildner und Maler. Der gebürtige Grieche ist am Staatstheater Oldenburg beschäftigt und lernte dort vor einigen Jahren Markus Weise kennen. Der wiederum führt die Regie bei „Brudermord“ und dachte bei der Wahl des Bühnenbildners an Kolios, der Mann, der auch schon Produktionen an Amphitheatern begleitete.

Besonderes Ambiente des Freilichttheaters

Die Sonne und der Sonnenuntergang seien bei der Konzeption des Bühnenbilds bedacht, so Kolios. Ein offener Aufführungsort bringe dem Theater eine völlig andere Energie durch die Natur und den Klang der Tierwelt, erklärt der Bühnenbildner weiter.

Das sogenannte Set für „Brudermord“ wurde von Kolios fertig konzipiert, nun geht es an die handwerkliche Umsetzung. Wann die Bühne fertig ist? „30 Minuten vor der Premiere“, sagt Kolios und lacht herzlich. Theaterhumor. Neben der Burgruine werden altertümliche Zelte das Bauerndorf darstellen, ein Blick auf die gesamte Wiese soll durch einen Freiraum zwischen den Bühnenelementen gegeben sein.

Die Handlung im Kurzen

„Brudermord“ wird die Geschichte um Moritz I. von Oldenburg und dem von ihm in Auftrag gegebenen Mord an seinem Bruder, dem Kreuzritter Graf Christian von Oldenburg, behandeln. Der Aufführungsort, Hof Logemann, ist der historische Tatort des 1192 vollübten Mordes.

Umsetzbarkeit und Budget

Kolios kannte bereits vor seiner Anstellung als Bühnenkünstler für die Ganderkeseer Produktion der Kapazitäten der LEB Werkstatt und präsentierte Werkstattleiter Edgar Ruhm ein Modell, das modular aufgebaut ist. Die einzelnen Elemente ließen sich hierbei relativ einfach herstellen, würden aber dennoch eine ansprechende Optik mitbringen, so Kolios.

Den Zuschauern, es wird 350 Tribünenplätze geben, wird sich das Stück auf einem 40 mal 40 Meter großem Feld präsentieren. Zum Einsatz werden hierbei auch Pferde und Kühe kommen, über den Einsatz einer Schafherde denke man derzeit nach.

Gerd Logemann wird auf seinem Hof der Gastgeber sein und ist der Initiator des Projekts „Brudermord“. Er beziffert das Budget der gesamten Produktion auf rund 70.000 Euro.

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