16 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufen der Oberschule Süd erhielten am vergangenen Donnerstag von den Sozialpädagogen Tolga Caki (l.) und Evke Evers-Feige (r.) ihre Zertifikate, die sie nun als Streitschlichter ausweisen. Foto: Hensel
Schulen

Neue Streitschlichter ausgebildet

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Gemeinsames Angebot von Oberschule Süd und Delmenhorster Jugendhilfe-Stiftung

Dass man nicht gleich aufeinander losgeht, dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit in kindliche Brutalität verfällt, muss man lernen und dieser Lernprozess gehört zum Erwachsenwerden dazu. An der Oberschule Süd gibt es seit dem vergangenen Donnerstag eine neue Generation von Streitschlichtern, die im Falle einer Eskalation die Zankhähne wieder in Harmonie zusammenführen.

Die 16 Schülerinnen und Schüler der Oberschule Süd sind alle in den 7. und 8. Klassenjahrgängen und bekamen während zwei Tagen eine Ausbildung in der Lösung von Konflikten. Aufeinander zugehen, einander zuhören, sich ausreden lassen und herausfinden, was die Gründe für den Streit sind, das sind die ersten Schritte, welche die Streitschlichter nun anwenden können. Nachdem herausgefunden wurde, was denn nun die Auslöser waren, kann man beginnen darüber nachzudenken, ob das eigene Verhalten vielleicht übertrieben war, ob die Anwendung von Gewalt wirklich angemessen war. Wer, nachdem er einen Fußball an den Kopf bekommen hat, den Schützen gleich zu Boden wirft, der würde auf dem Fußballplatz keine große Karriere erwarten dürfen und auch auf dem Schulhof trägt Hitzköpfigkeit nicht zum friedlichen Miteinander bei.

Die Ausbildung der 16 neuen Streitschlichter wurde im Rahmen der Sozialarbeit an Schulen, die durch die Delmenhorster Jugendstiftung getragen wird, durchgeführt. Die Sozialarbeiterin Evke Evers-Feige und der Sozialarbeiter Tolga Caki erklärten den jungen Aspiranten die Methoden eines Schlichtungsgesprächs und übten in der Gruppe in gemeinsamen Rollenspielen, worum es bei so einem Schlichtungsgespräch überhaupt geht.

Die Teilnehmenden sollten sich als Team zusammenfinden und während der zweitägigen Ausbildung zudem lernen, wie man sich im Schulalltag über das bloße Büffeln hinaus einbringen kann. Die Chance, im Alltag mitbestimmen zu können und sich hilfreich in die Schülerschaft einbringen zu können, macht die Arbeit als Streitschlichter zu einer verantwortungsvollen Aufgabe. Diese lohnt sich für das spätere Leben und wird bei späteren Bewerbungen von Arbeitgebern sehr begrüßt.

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