Cornelius Neumann-Redlin (v. l.), Dietmar Strehl, Kristina Vogt, Matthias Fonger und Andreas Meyer erklären, wer wo Unterstützung findet. Foto: Schlie
Coronavirus

Unterstützung für bedrohte Betriebe

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Die Arbeitsagentur, die Handwerks- sowie die Handelskammer und die Senatoren stellen Angebote vor.

Bremens Behörden ordern weitere Smartphones und Notebooks für ihre Krisenstäbe. Der Daimler-Konzern schränkt für zunächst zwei Wochen seine Produktion ein. Wie das Bremer Mercedes-Werk davon betroffen ist, wollte der Autokonzern auf Anfrage nicht sagen. Dem Vernehmen nach spricht die Werksleitung schon mit der Arbeitsagentur in Bremen.

Auch sie äußerte sich dazu nicht. Die Bundesregierung hat erst in der vergangenen Woche die Regeln für die Gewährung von Kurzarbeitergeld gelockert.

Konjunkturreserven von 26 Milliarden Euro

Auch kleinste Unternehmen können jetzt leichter Kurzarbeitergeld beantragen. „Kurzarbeitergeld ist wichtig, weil es ermöglicht, dass sich die Betriebe auch in der Krise nicht von ihren Mitarbeitern trennen müssen“, sagte Joachim Ossmann, Chef der Arbeitsagentur Bremen-Bremerhaven. Die Bundesagentur sei auf eine schwere Krise vorbereitet, sie könne bei Bedarf auf Konjunkturreserven von 26 Milliarden Euro zurückgreifen, sagte Ossmann.

Andreas Meyer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, appellierte an die Handwerksbetriebe, dieses Instrument zu nutzen. Für eine erste Information hat sie eine Hotline eingerichtet: 0421 /30 50 00.

Entlastungen bei der Steuer

Auch die Handelskammer hat für ihre Mitgliedsunternehmen eine Hotline geschaltet: 0421 / 363 72 41. Außerdem öffnete sie im Internet einen „Corona-Kanal“ auf handelskammer-bremen.de, der nicht nur über Kurzarbeitergeld informiert, sondern auch über Liquiditätshilfen und Ausfuhrdokumente, wie Hauptgeschäftsführer Matthias Fonger sagte.

Finanzsenator Dietmar Strehl wies auf Entlastungen bei der Steuer hin. Vorauszahlungen könnten auf Antrag heruntergesetzt werden, Auf Säumniszuschläge will er verzichten. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt ließ bei der Bremer Aufbau-Bank (BAB) eine Task Force einrichten, die Unternehmen und Arbeitnehmer beraten soll. Die BAB könne jetzt in vielen Fällen helfen, auch wenn die Hausbank sich nicht mehr engagiere. Die BAB vermittelt auch Angebote des Bundes.

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