Weder Bremer Schietwetter noch Auswirkungen der Corona-Pandemie können den Aufbau der Bürgerpark-Tombola stoppen. Foto: Schlie
Bürgerpark-Tombola

Vorbereiten für ungewissen Start

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Warum die Bremer Bürgerpark-Tombola ihren Aufbau trotz Lockdown und unklaren Beginns nicht verschieben kann.

tück für Stück wachsen seit Montag in der Bremer City die rot-weißen Glücksdörfer der Bürgerpark-Tombola. Dabei ist seit Tagen schon absehbar, dass es mit der ursprünglich geplanten Eröffnung am 3. Februar nichts werden wird. Dennoch war eine Verschiebung des Aufbaus für Organisator Dietmar Hoppe keine Option. „Das geht gar nicht“, erklärt er. „Das sind nicht unsere Mitarbeiter. Die Gewerke werden Monate im Vorhinein geplant.“

Unterstützung durch Unternehmen

Hintergrund: Traditionell unterstützen zahlreiche Firmen aus Bremen und Umgebung die Bürgerpark-Tombola. Während einige Unternehmen Sachspenden zur Verfügung stellen, die dann verlost werden können, spenden andere Firmen ihr Know-how oder stellen Arbeitnehmer ab, die dann beispielsweise den Auf- und Abbau übernehmen. Im Gegenzug präsentieren sich die Unternehmen in den Vitrinen der Glücksdörfer oder bekommen Spendenbescheinigungen.

Die Vorbereitung für eine Tombola-Saison beginnt bereits Mitte des Vorjahres. „Wir haben rund 500 Unterstützer, die hinter uns stehen“, verrät Hoppe. Entsprechend groß ist der Koordinierungsbedarf und entsprechend lang ist der Vorlauf. Die Auswirkungen der Pandemie haben das Geschäft für Hoppe und seine Mitarbeiter aus dem Organisationsteam der Tombola nicht einfacher gemacht. Viele Partner seien betroffen. „Wir haben viele empathische Gespräche geführt“, sagt er.

Tombolajahr endet am 9. Mai

Üblicherweise dauert eine Tombolasaison 94 Tage. Mit dem verspäteten Beginn ist jedoch keine automatische Verschiebung verbunden. „Unser Jahr endet am 9. Mai“, so Hoppe. Ob es wegen des verspäteten Beginns eine Verlängerung geben wird, sei noch nicht absehbar. „Umso mehr hoffen wir, dass wir bald öffnen dürfen und dass uns die Menschen dann gewogen sind“, meint Hoppe. Jetzt aufzubauen sei alternativlos. „Wir müssen Gewehr bei Fuß stehen, wenn es losgeht.“

Nachdem die Veranstaltung 2019 noch knapp 1,2 Millionen Euro umgesetzt hatte (Reinertrag: 420.000), waren im vergangenen Jahr coronabedingt nur Glücksbriefchen für 767.800 Euro verkauft worden (Reinertrag: 177.000 Euro). Damals hatte der Lockdown die Tombola zur umsatzstärksten Zeit zwischen Mitte März und Mitte April ausgebremst. Eine zweiwöchige Verlängerung konnte die Ertragsminderung nur zum Teil ausgleichen.

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