Auf Maximilian Eggestein und seine grün-weißen Kollegen wartet ein kompakt zu Werke gehender Aufsteiger. Foto: Nordphoto Der knappe 1:0-Sieg im Hinspiel sollte für die Grün-Weißen Warnung genug sein für die Auswärtspartie gegen Aufsteiger Armina Bielefeld. Foto: Nordphoto
Unklarer als sonst

Gegner mutig, Aufgabe tricky

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Anpfiff oder Schneechaos: Unsichere Voraussetzungen vor Werders Sonntagsspiel auf der Bielefelder Alm.

Die große Chance ist nicht von der Hand zu weisen: Mit einem Sieg im Auswärtsspiel bei Armina Bielefeld (Sonntag, 18 Uhr) kann Werder Bremen einen enorm wichtigen Schritt in Sachen Klassenerhalt in der Bundesliga gehen. Das weiß natürlich auch Florian Kohfeldt – und dennoch gibt sich der Werder-Trainer vor dem Gastspiel in Ostwestfalen aus verschiedenen Gründen eher zurückhaltend.

Zugriff nur schwer möglich

Zum einen ist da die sportliche Qualität des Gegners, die Kohfeldt als hoch einschätzt. „Arminia ist eine Mannschaft, die extrem mutig hinten rausspielt, was eher untypisch für ein Team in diesen Tabellenregionen ist“, sagt der 38-Jährige über den Tabellensechzehnten – und hält fest:
„Es ist sehr schwer, Zugriff auf sie zu kriegen.“ Während des Hinspiels (1:0) hatte Werder das am eigenen Leib erfahren. Nach einer ordentlichen ersten Hälfte verloren die Bremer damals den Faden und hatten am Ende Glück, dass es zum knappen Sieg reichte. „Wir haben uns ins Ziel gerettet“, erinnert sich Kohfeldt und mahnt: „Dieses Spiel sollte uns Warnung genug sein.“

Mit Klos ein guter Zielspieler

Auch, weil es gezeigt hat, dass das Verteidigen gegen die Arminia durchaus kompliziert werden kann. Kohfeldt bezeichnet die Aufgabe als „sehr tricky“ und spielt damit auf verschiedene Bielefelder Angriffsmuster an: Steht der Gegner beispielsweise tief, „flanken sie früh und haben in Fabian Klos einen guten Zielspieler“. Ist der Gegner eher um hohes Pressing bemüht, sind die Bielefelder spielstark und ballsicher genug, um sich daraus befreien zu können.

Schnell spielen, Kompaktheit lösen

„Wir müssen einen guten Mittelweg finden zwischen einer aggressiven Verteidigung und Balleroberung und dem Blick zurück, weil sonst das Überspielen kommt“, fordert Kohfeldt. Und wie das eigene Offensivspiel am Sonntag zum Erfolg führen könnte? Schwer zu sagen, weil es da eben noch eine große Unbekannte gibt: das Wetter.
„Defensiv versuchen sie, viel über Kompaktheit zu lösen. Da wird es darauf ankommen, dass wir schnell spielen“, sagt Kohfeldt – und schränkt ein: „Wir müssen mal sehen, was der Platz hergibt.“

Heftige Schneefälle vorhergesagt

Für das Wochenende, speziell den Sonntag, sind in Bielefeld heftige Schneefälle prognostiziert. Von 20 bis 40 Zentimetern Neuschnee ist die Rede, was sogar dazu führen könnte, dass die Partie am Sonntag abgesagt werden muss. Sollte gespielt werden können, stellt sich Kohfeldt schon mal darauf ein, erst vor Ort beim Blick auf den Platz in der Schüco-Arena entscheiden zu können, wie das eigene Angriffsspiel aussehen wird. „Ich bin noch etwas unklarer als sonst vor einem Spiel, weil ich noch nicht genau weiß, ob man dort Kombinationsfußball spielen oder ob man andere Mittel finden muss.“

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