Schulexpress Der Schulexpress ist eine Art Haltestellensystem, bei dem die Kinder sich gegenseitig abholen und gemeinsam zur Schule gehen. Foto: WR-Archiv
Einschulung

Verkehrsexperten: Schon jetzt den Schulweg üben

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Damit die neuen Schüler ihren Weg sicher zurücklegen können, sollten Eltern bereits jetzt mit ihnen üben.

„Den Weg in Ruhe abgehen, Verkehrsschilder erklären, neuralgische Punkte erkunden und sich Zeit nehmen“, sagt Ingo Biniok, Vorsitzender der Verkehrswacht Bremen-Stadt.

Die Kinder sollten wiederholt üben und ihren Begleitern immer eine Rückmeldung darüber geben, was sie gesehen und gehört haben, bestätigt Polizeisprecherin Franka Haed­ke.

In Kleingruppen zusammen gehen

In den ersten drei bis sechs Wochen sollten die Eltern die Kinder begleiten. Sie könnten sich auch in Kleingruppen mit ein oder zwei Elternteilen zusammentun und abwechseln, schlägt Haedke vor.

„Hierbei erlernen die Kinder auch das Sozialverhalten in der Gruppe.“ Auch das selbstständige Einschätzen der Wegzeiten und der -beziehungen sei sehr wichtig, sagt Haedke. „Dabei ist der kürzeste Schulweg, nicht immer der Sicherste“, lautet ihr Appell.

Schulexpress und Gelbe Füße

Auch der Schulexpress biete sich an, eine Art Haltestellensystem, sagt Biniok. Die Kinder laufen den Weg gemeinsam ab und sammeln unterwegs an den Haltestellen weitere Schüler ein.

Die „Gelben Füße“ weisen die Kinder auf den Weg sowie auf Gefahrenpunkte hin. Sie geben Orientierung und animieren, immer wieder auch stehen zu bleiben und sich umzuschauen.

Auch die richtige Kleidung spiele da eine große Rolle. „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ treffe auf die Kleinen zu, sagt Biniok.

Vermeiden sollten Eltern die Fahrt mit dem Auto zur Schule. „Das wäre der schlechteste Weg“, sagt der Experte.

Aufmerksam sein

Andere Verkehrsteilnehmer sollten Vorsicht walten lassen und immer daran denken, dass Kinder keinen kleinen Erwachsenen seien, sagt Haedke. „Sie werden in diesem Alter häufig durch Freunde oder auch technische Geräte abgelenkt. Das Bewusstsein für die Gefahren des Straßenverkehrs ist noch nicht ausgeprägt.“

Um auf die neuen Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen, hängt die Polizei in den kommenden Wochen 65 Banner im Stadtgebiet auf. Außerdem setzt sie auf präventive Geschwindigkeits- und Gurtkontrollen.

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