Die 22-jährige Tänzerin Sude Manduz trainiert derzeit auf eine Teil­nahme an den Olympischen Spielen 2024 hin. Foto: pv Die 22-jährige Tänzerin Sude Manduz trainiert derzeit auf eine Teil­nahme an den Olympischen Spielen 2024 hin. Foto: pv
Olympia 2024

Chance auf Olympia

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Bremerin qualifiziert sich im Tanzsport "Breaking" für den Perspektivkader

Mit Sude Manduz könnte eine weitere Sportlerin aus Bremen 2024 an den Olympischen Spielen teilnehmen. Die 22-jährige Tänzerin steht dabei allerdings noch ganz am Anfang, denn ihre Disziplin Breaking wird in zwei Jahren erstmals olympisch ausgetragen.

„Das ist sehr spannend“, sagt Manduz, die für den Perspektivkader bisher zwei Wettkämpfe bestritt.

Die 22-Jährige tanzt seit ihrem 14. Lebensjahr. Angefangen hat sie mit Hip-Hop, lernte über ein Schulprojekt ihren heutigen Trainer und ihre Tanzgruppe Indigo kennen.

Strukturen werden neu aufgebaut

Inzwischen tanzt Manduz das sogenannte Breaking auch als Mitglied des ATSV Habenhausen – oft fälschlicherweise als Break Dance bezeichnet.

Als Mitglied des Tanzsport-Landeskaders qualifizierte Manduz sich für den Bundeskader. Damit hat sie nun Chancen, an den olympischen Spielen 2024 teilzunehmen.

„Die Strukturen werden jetzt deutschland- und weltweit aufgebaut“, erklärt Breaking-Trainer Barry Donkor vom ATSV Habenhausen.

Er und zwei weitere Trainer betreuen die Breaking-Tänzer in drei Gruppen. Bisher gab es Wettstreits in dieser Tanzsportart lediglich über Tanzschulen. „Das wird jetzt ein ganz anderes Level einnehmen“, ist sich Donkor sicher.

Er selbst tanzt Breaking seit 1998, hat ebenfalls mit 14 Jahren begonnen.

Musik ist essentiell für Breaking

Den Tanzsport Breaking gibt es seit Anfang des Jahres offiziell beim ATSV Habenhausen. Manduz trainiert pro Woche viermal mit ihrer Gruppe, meist einmal im Verein.

Zusätzlich und als Ausgleich macht sie Yoga. „Ich achte sehr auf die Musik und lege viel Wert darauf, sie zu hören und mich inspirieren zu lassen“, erklärt Manduz, die Integriertes Design an der Hochschule für Künste studiert.

Zunächst wärmt sie sich vor jedem Training auf. Dann folgt die sogenannte Foundation, Grundschritte im Breaking. „Die müssen sitzen und sauber ausgeführt werden. Danach versuche ich, neue Bewegungsabläufe zu kreieren und mich von der Musik inspirieren zu lassen“, sagt Manduz.

Auch Filme hätten ihr schon Ideen für neue Schritte geliefert, sagt sie. Ganz wichtig sei außerdem der Austausch mit anderen Tänzern. Aus diesem Grund trainiert Manduz viel mit ihrer Gruppe.

Noch keine Vorgaben für Breaking

Was genau sie in der Vorbereitung auf Olympia erwartet, weiß Manduz noch nicht. Ihre Aufgabe sei nun erstmal das Training sowie körperlich und innerhalb ihrer Disziplin fit zu bleiben.

Nach einer Runde Tanz, die maximal 45 Sekunden dauert, sollte man dem Tänzer die Anstrengung nämlich nicht ansehen können. „Deshalb will ich meine Ausdauer weiter verbessern“, sagt Manduz.

Olympiastützpunkt in Hamburg

Bisher besuchte sie einmal den Olympiastützpunkt in Hamburg. Dort kann sie Angebote wie Physiotherapien oder Beratungen in Anspruch nehmen. „Jeder Teilnehmer hat einen Stützpunkt in seiner Nähe“, sagt Manduz.

In Hamburg habe man ihr erklärt, dass auch dort die Spannung steigt, denn beispielsweise typische Verletzungsbilder beim Breaking sind noch gar nicht bekannt.

Um also den Sportlern helfen zu können, müssen auch dort noch weitere Erfahrungen gesammelt werden.

Manduz nimmt in den kommenden Monaten an weiteren Wettkämpfen teil, außerdem an Workshops des Bundeskaders, in dem acht Frauen und acht Männer vertreten sind.

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