Freuen sich über den Erfolg der Integrationsarbeit: Thomas Lauts, Hero Mennebäck, Lutz Gottwald, Oberbürgermeisterin Petra Gerlach und Christina Rasche (von links). Foto: Konrad
Integration

Integration und Zuwanderung

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Herausforderungen durch Corona und die Fluchtbewegung / Bericht 2021 und 2022

„95 Seiten geballte Information“, fasst Oberbürgermeisterin Petra Gerlach die Broschüre zum Integrationsbericht 2021 und 2022 zusammen. Darin befinden sich Interviews, Statistiken und Erfahrungen des Fachdienstes Kindesunterhalt, Zuwanderung und Integration.

„Wir leisten aktive Arbeit in der Unterbringung von Flüchtlingen und Zuwandernden. Das ist in Delmenhorst nichts Fremdes, denn unsere Stadt ist selbst geprägt durch Einwanderungen“, sagt Gerlach. Während der Industrialisierung von 1871 bis 1914 kamen Arbeitskräfte aus Osteuropa nach Delmenhorst. Dadurch vervierfachte sich die Einwohnerzahl. Seither gibt es immer wieder Einwanderungsbewegungen in der Stadt. Die vergangene Flüchtlingsbewegung im Jahr 2015/16 aus Syrien, Irak und Afghanistan ist mit der aus 2022 vergleichbar.

Integration auf verschiedenen Wegen

In den vergangenen Jahren hat die Stadt seine Integrationsarbeit sehr ernst genommen und aus der Vergangenheit gelernt. „Auf schnelle Art und Weise konnten wir die Gemeinschaftsunterkünfte wieder herstellen und den Menschen ein Dach über dem Kopf bieten“, resümiert Gerlach und lobt die Teamarbeit, die das ermöglicht. Delmenhorst zeichne sich in dieser Angelegenheit darin aus, dass es transparent und zeitnah die Entwicklungen an die Öffentlichkeit weitergibt.

„Der Februar 2022 bedeutete für den Integrationsbericht ein neues Kapitel. Ging es in 2021 noch um die Pandemie, änderte sich das Thema im vergangenen Jahr zur Fluchtbewegung“, weiß Thomas Lauts, Fachdienstleiter Kindesunterhalt, Zuwanderung und Integration. Nach der Ankunft sollen die Geflüchteten so schnell wie möglich integriert werden. Hier treten Hero Mennebäck, Lutz Gottwald und Christina Rasche in Erscheinung, Sie kümmern sich darum, wie es für die Ankommenden weitergeht. Dazu zählen Themen wie Ausbildung, Spracherwerb, Gesundheit und Erziehung.

„Integration lebt vom Austausch“

Auch in Zukunft soll der Integrationsbericht eine Basis für die Weiterentwicklung des bestehenden Konzepts genutzt werden. „Integration lebt vom Austausch“, appelliert Rasche. Die interkulturelle Woche, die 2022 das erste Mal stattgefunden hat, soll in diesem Jahr im September wiederholt werden. Davon versprechen sich die Akteure noch mehr Austausch. „Denn wenn Integration gelingt, finden die geflüchteten Menschen hier ein neues Zuhause und engagieren sich“, weiß die Oberbürgermeisterin.

Der gesamte Integrationsbericht für die Jahre 2021 und 2022 kann hier heruntergeladen werden. Dort sind auch weitere Statistiken zu den genauen Zahlen der in Delmenhorst lebenden Flüchtlinge angegeben. Zu beachten ist, dass die Zahl dauerhafter Fluktuation unterworfen ist.

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