Der Kiebitz ist Vogel des Jahres 2024. Foto: Pixabay
Natur

Vogel des Jahres 2024

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Nabu löst mit der Ernennung des Kiebitz das Braunkehlchen ab

Gute Nachrichten für den Wiesenvogel Kiebitz: Er ist laut Nabu der Vogel des Jahres und löst das Braunkehlchen ab. Zugegeben: Dem Vogel ist das vermutlich piepegal, doch die Ernennung schafft Bewusstsein.

Früher war der Kiebitz nämlich in Niedersachsen flächendeckend vorhanden und hat die Luft mit seinem Zwitschern erfüllt. Heutzutage ist er fast aus der Landschaft verschwunden. – Und das trotz der insgesamt rund 100.000 Hektar großen EU- Vogelschutzgebietsfläche. Doch genau dort gehen die Wiesenvogelbestände kontinuierlich zurück.

„Notwendig für den Schutz von Braunkehlchen, Kiebitz und ihrer Artgenossen ist eine großflächig angepasste landwirtschaftliche Nutzung. Doch auf geringere Besatzdichten, spätere Mahdtermine, Düngeeinschränkungen oder Wiedervernässungsmaßnahmen wartet man vergeblich“, heißt es aus der Nabu-Pressestelle. Massiver Bestandsrückgang beim Kiebitz ist die Folge, der sich seine Brutstätte notgedrungen auf Wiesen und Äckern sucht, um dem Mähwerk nicht zum Opfer zu fallen. Zusätzlich belastend ist der Rückgang der Insekten, seine Nahrungsquelle.

Der Nabu fordert, dass Niedersachsen seiner Vorbildfunktion im puncto Erhalt der Moore und Feuchtgebiete gerecht wird. „Dass heute 300 Millionen Vögel weniger in der EU leben als noch vor 30 Jahren, ist ein trauriger Rekord. Deshalb müssen gerade hier wieder viele extensiv genutzte Grünlandflächen und Wiedervernässungsflächen gefördert werden, damit wir die Charaktervögel der norddeutschen Landschaften nicht ganz verlieren“, so Nabu-Mitarbeiterin Renée Gerber.

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