Schulleiterin Katharina Wessels (v. l.), Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp und Christiane Lenhard (Koordinatorin des neuen Lernorts für Grundschulkinder aus der Erstaufnahmeeinrichtung Birkenfelsstraße) in den neuen Klassenräumen auf dem Kelloggs-Gelände. Foto: Bollmann
Regelschulangebote

Willkommen trotz Problemen

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Für Kinder aus der Erstaufnahmeeinrichtung an der Birkenfelsstraße gibt es jetzt Unterricht

Die Kinder aus der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) an der Birkenfelsstraße dürfen endlich wieder zur Schule gehen. In direkter Nähe zur Grundschule Überseestadt wurde ein neuer Lernort geschaffen, der es den Neuankömmlingen nun nach oft wochenlanger Zwangspause ermöglicht, den Bremer Schulalltag kennenzulernen.

Kinder schnellstmöglich integrieren

„Es ist wichtig, dass gerade neu zugewanderte Kinder zügig ein Lernangebot bekommen, um sie so schnell wie möglich zu integrieren“, erklärte Kinder- und Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp (SPD) bei der Eröffnung der drei neuen, hellen Klassenräume auf dem Kelloggs-Gelände.
Für die Flüchtlingskinder gilt zwar bereits seit ihrer Ankunft in Bremen die Schulpflicht, entsprechende Angebote wurden bislang allerdings kaum gemacht.

Unterrichtsangebote direkt in er Einrichtung

Dies lag vor allem daran, dass die Familien eigentlich nur für eine kurze Zeit in einer EAE untergebracht werden sollten, bevor sie in ein Übergangswohnheim (ÜWG) kommen, wo dann im Stadtteil die Regelbeschulung beginnen sollte. Da die Übergangswohnheime allerdings voll sind, dauerte der Aufenthalt in einer EAE zuletzt allerdings oft mehrere Monate. Deswegen wurde in der EAE Lindenstraße (Bremen-Nord) bereits direkt in der Einrichtung ein Unterrichtsangebot geschaffen, das die Kinder später auch auf dem Weg in die Regelschulangebote unterstützt, erklären Aulepp und ihre Sprecherin Patricia Brandt. Ähnlich soll es auch beim Angebot in der Überseestadt passieren, dass speziell für die Kinder aus der Birkenfelsstraße geschaffen wurde.

Problembeseitiung

Mit Hochdruck soll nun auch daran gearbeitet, werden, weitere Probleme (wie etwa der recht weite Schulweg) aus dem Weg zu räumen.
„Dieser Lernort muss Schule machen. Wir brauchen auch in anderen Stadtteilen solche Räume und solche Teams, die die Kinder nach ihrer Ankunft auf ihrem Weg ins Regelschulsystem unterstützen. Gerne direkt in den Erstaufnahmeeinrichtungen wie in der Lindenstraße“, erklärte Aulepp.

3.400 geflüchtete Kinder und Jugendliche

In der Stadt Bremen sind seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 bis Ende Januar 2024 insgesamt rund 3.400 geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine sowie aus weiteren Herkunftsländern an Bremer Schulen im teilintegrativen Vorkurssystem und an Willkommensschulen aufgenommen worden, führt Aulepp aus.

Zurzeit gebe es drei Willkommensschulen. Nach Ostern werde im Stadtteil Marßel zudem eine weitere für rund 60 Schüler aus dem Bremer Norden eröffnen. Geplant sei außerdem wegen des hohen Bedarfs (wie bei der EAE Hulsberg), möglichst zum Sommer weitere Schulplätze in einer weiteren Willkommensschule zu schaffen.

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