Die Negativserie des SV Werder hält an. Mit 1:2 (0:2) scheiterten die Bremer im Viertelfinale des DFB-Pokals an Arminia Bielefeld. Individuelle Fehler in der Abwehr und fehlende Genauigkeit bei den wenigen Großchancen auf Seiten der Grün-Weißen gaben am Ende den Ausschlag zugunsten des Drittligisten. Insgesamt war die Leistung der Schützlinge von Trainer Ole Werner aber erneut zu dürftig.
Pechvogel Malatini
Gebrauchter Abend trifft es nur unzureichend, wenn man die Partie aus Sicht von Julian Malatini beschreiben möchte. Der junge Innenverteidiger, der etwas überraschend den Vorzug auf der rechten Position der Innenverteidigung bekommen hatte, avancierte zum Pechvogel. Erst verlor er vor dem Bielefelder 1:0 den Ball bei einem Dribbling am eigenen Strafraum an den Torschützen Wörl (35.). Kurz darauf brachte er die Gastgeber mit einem Eigentor vorentscheidend auf die Siegerstraße (41.).
Die Bremer waren zunächst ganz ordentlich in die Partie gekommen. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Marvin Ducksch (Oberschenkel) riss allerdings der Faden komplett. Werder brachte nur noch Stückwerk auf den Rasen und erspielte sich in der ersten Hälfte nicht eine klare Torchance.
Joker Bittencourt und Burke
Nach dem Seitenwechsel brachte Trainer Ole Werner mit Leonardo Bittencourt und Oliver Burke für die enttäuschenden Marco Grüll und André Silva zwei frische Offensivkräfte. . Das zeigte zunächst Wirkung. Burke per Kopf (47.) und der für Ducksch eingewechselte Justin Njinmah im Duell mit dem Bielefelder Torwart (48.) vergaben gute Möglichkeiten zum frühen Anschlusstreffer.
Doch der fiel eigentlich rechtzeitig: Burke netzte nach Pass von Bittencourt energisch ein (56.). Nur sechs Minuten später hatte Njinmah mit einer Volleyabnahme den Ausgleich auf dem Fuß, der zu diesem Zeitpunkt hochverdient gewesen wäre. Doch der Ball schlug knapp neben dem Kasten der Arminen ein.
Bielefeld berappelt sich
Die Bielefelder nutzten eine längere Verletzungsunterbrechung, um sich neu zu sortieren. Bei Werder wurde erneut ein Bruch im Spiel erkennbar. Die Bremer probierten es, produzierten aber wieder nur Stückwerk und kamen nicht mehr zu klaren Abschlüssen.
Bis zur Nachspielzeit. Da fand eine Flanke von der rechten Seite den als Zielspieler eingewechselten Amos Pieper. Doch der ehemalige Bielefelder setzte den Kopfball krachend an die Unterkante der Latte (90.+2). Nach einem zurecht aberkannten Kontertor der Gastgeber fiel Mitchell Weiser noch einmal im Strafraum der Ball auf den Fuß, doch dessen Schlenzer aus der Drehung verfehlte das Tor knapp.
Am Samstag, 15.30 Uhr, trifft Werder im Weserstadion auf den VfL Wolfsburg, der am Mittwoch noch im letzten Viertelfinales des DFB-Pokals bei RB Leipzig antreten muss.
Werder: Zetterer – Malatini (88. Pieper), Stark, Jung – Weiser, Lynen, Köhn (82. Agu) – Stage, Grüll (46. Bittencourt) – Ducksch (30. Njinmah), Silva (46. Burke)