Sie standen im Schnoor, um Falschparker abzuhalten. Sie halten Autos aus der Knochenhauerstraße fern. Manche Konsulate, Botschaften oder militärische Einrichtungen schützen sich damit: Poller, die für berechtigte Fahrzeuge im Boden versinken.
Bei Großveranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt stehen aber riesige Betonpoller oder bei stärkerer Bedrohung Polizeiwagen und Laster im Weg, um Terroristen und Amokfahrer von Angriffen auf Menschenmengen abzuhalten.
Poller lagern bei der Polizei
Im vergangenen Dezember waren zusätzlich mobile Sperren aufgebaut, die Straßenbahnen ins Zentrum hereinließen. Aber keine weiteren automatischen Poller haben die Arbeit von Polizei und Sicherheitsleuten erleichtert. „Die Polizei Bremen hat derzeit Zugriff auf eine geringe Anzahl eigener zertifizierter Zufahrtschutzelemente. So nennen wir die Poller“, so René Möller.
Sprecher des Senators für Inneres erklärt: „Bei größerem Bedarf können solche aber auch bei anderen Städten oder in anderen Ländern ausgeliehen oder über Fachfirmen angemietet werden. Die Poller lagern bei der Polizei Bremen.“
Was bei Stromausfällen ist
Warum man keine ferngesteuerten Hubpoller an gefährdeten Zufahrten – wie an der Knochenhauerstraße oder im Schnoor einbaut – dazu wagt Möller eine Einordnung: „Die fest installierten Poller werden erheblich höhere Kosten verursachen als Poller zu mieten. Außerdem müssten aufwendige Tiefbauarbeiten stattfinden.“ Zuständig sei aber das Bau- und Umweltressort.
Tiefbauarbeiten seien aber nach Einschätzung der Innenbehörde beispielsweise auf dem Marktplatz nicht angebracht. Möller begründet das unter anderem mit „Welterbe, Schienen und Ratskeller.“ Er fragt aber auch: „Und was ist bei Stromausfällen? Die mobilen Poller sind da flexibler und günstiger.“