Eine beliebte Online-Masche sind Phishing-Mails. Mit ihnen wollen Betrüger an Daten gelangen. Symbolfoto: Pixabay
Coronakrise

Die Masche mit dem Schnelltest an der Haustür

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Von Phishing-Mails bis Fake-Shops: Wie Betrüger in der Coronakrise andere Menschen abzocken wollen.

Heißes Wasser trinken, aufgeschnittene Zwiebeln in der Wohnung verteilen oder morgens und abends je einen Teelöffel Kokosöl auf die Zunge tröpfeln – all dies soll vermeintlich vor dem Coronavirus schützen. Doch diese Ratschläge sind falsch, werden aber bewusst in den sozialen Netzwerken verbreitet.

Die Verbraucherzentrale erhält jetzt vermehrt Anrufe von Bremern, die auf die Betrugsmaschen hinweisen. Meist handelt es sich um bekannte Tricks, die nun auf den Coronafall umgemünzt werden.

Daten abgreifen mit Phishing-Mails

„Krisen werden von Betrügern gerne ausgenutzt“, sagt Annabel Oelmann, Vorständin der Verbraucherzentrale Bremen. Rund 80 Prozent aller Anfragen beträfen das Coronavirus, sagt Oelmann, darunter auch Fragen zu Betrugsmaschen.

Zum Beispiel zu E-Mails, in denen Heilmittel oder medizinisches Material angeboten werden. „Dabei handelt es sich um Phishing-Mails. Ziel der Betrüger ist es, Daten abzugreifen“, erklärt Oelmann. Sie empfiehlt, solche Mails sofort zu löschen: „Nicht antworten, nicht diskutieren, keine Daten preisgeben.“

Kriminalpolizei ermittelt zu Fake-Shops

Gar nicht auf das Gegenüber eingehen – das sollte auch für Geschäfte an der Haustür gelten. „Es gibt Fälle, in denen Menschen an der Haustür klingeln und behaupten, einen Schnelltest auf Corona durchführen zu können“, sagt Oelmann. Auf ein Ergebnis warten die vermeintlichen Probanten vergeblich, denn solche Tests gibt es nicht. Einige Menschen wollen so nur schnell an Geld kommen.

Vor Fake-Shops im Internet warnt die Polizei. So boten Betrüger in Bremen über eine gefälschte Internetplattform Medizinprodukte wie Atemschutzmasken an. Mehrere Großkunden bestellten dort und überwiesen per Vorkasse. Die Ware wurde aber nie geliefert. Die Betrüger agierten nach Informationen der Polizei bundesweit und akquirierten ihre potentiellen Käufer telefonisch. Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben zudem, dass es sich bei der angegebenen Adresse der Firma um eine Scheinanschrift handelt.

■ Die Verbraucherzentrale Bremen gibt auf verbraucherzentrale-bremen.de Antworten auf Alltagsfragen rund um Corona. Dazu zählen Betrugsmaschen, aber auch Infos zu den Themen Reisen, Gesundheit und Einkaufen. Die Verbraucherzentrale ist derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Mitarbeiter bieten aber Beratungen am Telefon und per E-Mail an. Kontakt kann unter 0421/160777 oder beratung@vz-hb.de aufgenommen werden.

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