Bürgerparkverein will Begriff „Hotelwiese“ ersetzen

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Vize-Präsident Carsten Hoffmann und Geschäftsführer Rolf Heitmann vom Bürgerparkverein "Unsere Graft" setzten am Sonnabend Pflanzen am Rand der im Volksmund "Hotelwiese" genannten Fläche in der Delmenhorster Innenstadt ein. Foto: Konczak
Pflanzaktion auf der „Bürgerwiese“. Foto: Konczak

Dr. Klaus Bohnemann, Präsident des Delmenhorster Bürgerparkvereins „Unsere Graft“, mag den Begriff „Hotelwiese“ nicht.

Zusammen mit seinen Mitstreitern aus dem Vereinsvorstand möchte er stattdessen für die Rasenfläche, wo bis vor ein paar Jahren das Hotel am Stadtpark und die Veranstaltungsräume der Delmeburg das Stadtbild prägten, die Bezeichnung „Bürgerwiese“ prägen.

Mit Unterstützung von Passanten setzen Vereinsmitglieder am Sonnabendvormittag 322 zarte Pflänzchen im Randbererich des Areals ein. Als „Blütenschleier“ sollen die 322 Pflänzchen während des ganzen Jahres für Farbtupfer auf der Rasenfläche sorgen. 

Unter Anleitung von Gärtner Jürgen Schröder setzten Vorstandsmitglieder des Bürgerparkvereins gestern unter anderem Gartensandrohr,  Kugeldistel, Mohn und Ziersalbei in die Erde. Die verschiedenen Sorten seien so gewählt worden, dass das ganze Jahr über etwas blühe, erklärte Schöder.

Aktion kommt gut an

Bei den Passanten, die von den Graftwiesen zum Wochenmarkt und zurück pendelten, kam die Aktion gut an.  Rund 100 Setzlinge fanden zum Preis von je drei Euro einen Paten. „Im Sommer komme ich auch mit einer Flasche Wasser, um meine Pflanze zu gießen“, versprach eine Frau.

Dr. Klaus Bohnemann, Präsident von „Unsere Graft“ verbindet mit der Aktion noch mehr. Er möchte den Begriff „Hotelwiese“ gerne aus dem Sprachgebrauch tilgen und durch „Bürgerwiese“ ersetzen. „In Delmenhorst wird Früheres viel zu lange hochgehalten“, begründet er. 

 

Sieben Birken für die Graft

Neue Birken für die Graft. Foto: Hafer
Neue Birken für die Graft. Foto: Hafer

Bereits am Donnerstag hatte der Verein in der Nähe des Kinderspielplatzes in der Graft sieben Birken pflanzen lassen. Die Bäume sind eine Spende von Werner Scheitza. Sie sollen die dort bereits vorhandenen Birken zu einem Wäldchen ergänzen.

Zuvor war der auch als „Freilichtbühne“ bezeichnete Bereich, der  ursprünglich einen Blick auf die Landschaft ermöglichen sollte, kräftig ausgelichtet worden. „Das war ein kleiner Urwald. Man fühlte sich nicht mehr wohl“, begründete Jan Demey, für die Planung zuständiger Garten- und Landschaftsarchitekt des Fachdienstes Stadtgrün.

Eingesetzt wurden Birken, die eigentlich in Japan, China und Amerika beheimatet sind  und die besonders gefärbte Stämme und Blattwerk zeigen. Ganz wichtig: „Sie vertragen alle auch hohe Wasserstände“, versichert er.

In den vergangenen Jahren mussten in der Parkanlage hunderte von abgestorbenen Bäumen gefällt werden, weil ihre Wurzeln in Folge eines erhöhten Grundwasserspiegels verfault waren. Erstmals wurden nun einige neue Bäume eingesetzt. Als Ursache für den hohen Grundwasserspiegel gilt das Abschalten des alten Delmenhorster Wasserwerks im Jahr 2010. Zurzeit wird der Wasserstand provisorisch mit Hilfe der alten Brunnen des Wasserwerks niedrig gehalten.

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