Lilienthaler wehren sich gegen Schulschließungen

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In Begleitung von 15 mit Losungen geschmückten Traktoren und einer Samba-Formation an der Spitze des Demonstra­tionszuges, machten Sonnabend rund 800 Menschen ihren Unmut über Pläne für Schulschließungen in Frankenburg und Seebergen Luft.

Seit drei Jahren engagieren sich Eltern für den Erhalt der Grundschulstandorte in den Außenbereichen der Gemeinde Lilienthal. Fällige Sanierungen der Ortsmitte-Schulen Trupermoor und der Schroeterschule sollen auf Kosten der Schließung von Schulen in den Dörfern finanziert werden. Dagegen laufen die Bewohner in den betroffenen Siedlungen Sturm.

800 Menschen bei Demonstration

Gestern folgten rund 800 Menschen einem Demonstrationsaufruf zum Rathaus. „Wir werden wieder kommen“, sagte Dr. Martin Heinlein als Sprecher der Veranstalter. Und er sparte nicht mit Kritik an der Politik, die kommenden Donnerstag erneut ein Gutachten diskutiert, das Heinlein als mangelhaft bezeichnet. Stocksauer zeigte er sich, weil bei der ersten Präsentation des Gutachtens in der vergangenen öffentlichen Schulausschusssitzung noch keine konkreten Standorte für mögliche Schulschließungen genannt wurden.

Unmittelbar nach der Sitzung wurde dann feige offenbart, dass es Seebergen und Frankenburg treffen solle. „Die Gemeinde muss Geld sparen, ja, aber die Eltern der sechs Schulstandorte lassen sich nicht gegeneinander ausspielen“, so Heinlein. Wer jetzt den Rotstift bei den Grundschulen ansetze, erziele erstens kaum spürbare Erlöse und werde sich später mit viel höheren Folgekosten herumschlagen.

Heinlein nannte die erhöhten Beförderungskosten für die Schüler, Investitionen für Umbauten, weil aus den Klassenräumen Kindertagesstätten werden sollen und gab zu bedenken, dass Neubauten erfolgen müssten, wenn die Entwicklung der Schülerzahlen wieder eine andere Richtung nehme.

Elternprotest auch zur Ratssitzung

Im kommenden Jahr seien Gemeinderatswahlen, Heinlein rief die Kundgebungsteilnehmer auf, die Schuldebatte beim Urnengang in Erinnerung zu behalten. Er wünscht sich ebenfalls eine große Beteiligung an der Schulausschusssitzung am kommenden Donnerstag, ab 18 Uhr im Rathaus und an der nächsten Ratssitzung, Dienstag, 7. Juli, ebenfalls ab 18 Uhr im Rathaus.

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