Gastgeberin Sigrun Kaufmann (rechts) mit den Vortragenden zur Eröffnung der Mackensen-Ausstellung, Dr. Friederike Schmidt-Möbus und Erhard Kalina. Foto: Möller Gastgeberin Sigrun Kaufmann (rechts) mit den Vortragenden zur Eröffnung der Mackensen-Ausstellung, Dr. Friederike Schmidt-Möbus und Erhard Kalina. Foto: Möller
150. Geburtstag

Museum am Modersohn-Haus würdigt Fritz Mackensen

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Landrat Bernd Lütjen sprach kein Grußwort, er bekam Freitagabend vielmehr etwas zu hören. Bei der Eröffnung der Mackensen-Ausstellung im Museum am Modersohn-Haus las ihm Freitagabend Sigrun Kaufmann die Leviten.

Ihr Haus sei zwar nicht öffentlich finanziert, aber es zähle dennoch gleichberechtigt zu den Worpsweder Museen, so die Galeristin. Die Familie Kaufmann hat eine lange und eine besondere Beziehung zum Schaffen des Künstlers Fritz Mackensen.

Als ihr Schwiegervater nach Kriegsende aus Berlin nach Worpswede übersiedelte, nahm sich der Galerist schnell des Gründers der Künstlerkolonie an. Mackensen lebte, seit langem verarmt, in Worpswede, seine kreative Schaffensphase im Hintergrund und durch sein Engagement in der Zeit des Nationalsozialismus auch isoliert.

Zum 150. Geburtstag von Fritz Mackensen

Sigrun Kaufmann, Witwe des Kaufmann-Sohns Wolfgang, der das Erbe seines Vaters Bernhard Kaufmann übernahm und ausbaute, hat in Privatinitaitve mit ihrem Sohn Bernhard-Die­ter Kaufmann mit einer Ausstellung zum 150. Geburtstag von Fritz Mackensen die einzige Würdigung des Worpsweder Ehrenbürgers im Weltdorf initiiert.

Das Museum am Modersohn-Haus an der Hembergstraße gehöre unbedingt in die Reihe der Worpsweder Museen und sei nicht bloß ein Ausstellungsort, wie ihn ein Programmheft des Worpsweder Museumsverbundes einordne. Sigrun Kaufmann wünschte sich vom Landrat, aktiv zu werden und künftig die Einbeziehung ihres Hauses vorzunehmen.

Forschung über Leben und Werk einleiten

Vor der Eröffnung der Jubiläumsausstellung forderte der Worpsweder Maler Erhard Kalina eine öffentlich geförderte Forschung über Werk und Leben von Mackensen. In einem wissenschaftlichen Vortrag würdigte Dr. Friederike ­Schmidt-Möbus vom Ringelnatz-Museum in Cuxhaven die Bedeutung Macksensens für die in Worpswede entstehende Kunstszene zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Einordnung seines eigenen Werks.

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