CDU-Kommunalpolitiker besichtigten Dienstag den Rundweg vom Ahrensfelder Damm zur Himmelstreppe. Foto: Möller CDU-Kommunalpolitiker besichtigten Dienstag den Rundweg vom Ahrensfelder Damm zur Himmelstreppe. Foto: Möller
Teufelsmoor

Hochwasser versperrt Wanderweg zur Himmelstreppe

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Die CDU besichtigte Dienstag einen Wanderweg vom Ahrensfelder Damm zur sogenannten Himmelstreppe. Dieser für rund 104.000 Euro gebaute Aussichtsturm ist aufgrund von Hochwassern sechs Monate im Jahr nicht erreichbar.

Der Weg vom Ahrensfelder Damm zur „Himmelstreppe“ gehört zum Rundwegekonzept für die Hammeniederung. Schaut man auf die Wegweiser durch das Teufelsmoor, wurde die Strecke sogar als „empfohlener Weg“ markiert. Sechs Monate im Jahr bekomme man aber nasse Füße, hat Michael Rolf-Pissarczyk festgestellt und das ärgert ihn: „Noch Anfang Mai war der Weg kaum passierbar.“

„Das ist hier wunderschön“, bemerkte Rainer A. Sekunde. Der Lilienthaler kam als CDU-Kreistagsfraktionschef zum Lokaltermin, die CDU-Stadtratsfraktion hatte ihn eingeladen. „Wenigstens der Blick nach Worpswede“, würdigte Sekunde einschränkend, im Herzen fühlt er sich doch der anderen Hammeseite stärker verbunden. Um sich zugleich aber mit den Kollegen der Stadt-CDU und deren Forderung nach einer Wege­sanierung zu solidarisieren.

Himmelstreppe muss ständig erreichbar sein

„Der Weg muss einfach höher gelegt werden“, so Rolf-Pissarczyk, sonst komme man nicht ganzjährig trockenen Fußes über den Rundweg zum Aussichtsturm.
„Das ist ein landwirtschaftlicher Weg und bei seiner Anlage wurde nicht daran gedacht, dass Wanderer auch in Winter und Frühjahr spazieren gehen wollen“, so Hans-Hermann Tietjen, Ortsvorsteher von Teufelesmoor. Er ordnet den Einwand der CDU, das Wegekonzept sei zu überarbeiten, als Baustein im aktuellen Widerstand gegen die Sammelverordnung für neue Naturschutzauflagen im GR-Gebiet ein. Insbesondere die Landwirte in Teufelsmoor und Worpswede protestieren gegen weitere Einschränkungen ihres Handelns, „wir sind dankbar für diese Unterstützung durch die Politik“, so Tietjen.

„Der Landrat hat mir gegenüber schon erklärt, dass es im Juni keine Beschlussfassung mehr geben wird“, versicherte Sekunde, seine Fraktion würde sonst im Kreistag mit „Nein“ stimmen. Die Verzögerung führe wohl dazu, das Thema im diesjährigen Kommunalwahlkampf aufgreifen zu können.

Wegekonzept im Teufelsmoor überarbeiten

Michael Rolf-Pissarczyk will das Wegekonzept insgesamt überarbeitet sehen. Und die rund 800 Meter Wegstrecke vom Ahrensfelder Damm zur Himmelstreppe sollten sehr bald saniert werden, man schaue sich schon nach Finanzierungsmöglichkeiten um. Wenn es auch in anderen Fragen rund um die neuen Naturschutzauflagen Uneinigkeit zwischen den Parteien gebe, so stellt Rolf-Pissarczyk an dieser Stelle eine große Gemeinsamkeit fest.

Dennoch, die Mühlen mahlen langsam: für die geforderte Sanierung brauche es Zeit, Rolf-Pissarczyk rechnet mit einem Abschluss der Wegebauarbeiten erst in eineinhalb Jahren.

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