Zwei Heuler am Weserdeich. Foto: Polizei Bremen Zwei Heuler am Weserdeich. Foto: Polizei Bremen
An der Weser

Was mache ich, wenn ich einen Seehund finde?

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Gerade sind wieder zwei junge Seehunde, mutterlose "Heuler", an der Weser gefunden worden. Bloß nicht streicheln oder bewachen - die Polizei sagt, was Finder sinnvollerweise tun sollten, wenn ihnen Seehunde begegnen.

Zwei mutterlose Seehunde, die „Heuler“, lagen auf dem Deich. Ein Spaziergänger hat die beiden Tiere am Sonntag gegen 14 Uhr bei Bremerhaven entdeckt. Ohne ihr Muttertier waren sie völlig hilflos, und warteten am Weserufer in Höhe Weddewarden auf ihr Schicksal.

Der Mann meldete sich bei der Wasserschutzpolizei. Die rückte mit dem zuständigen Jagdaufseher an. Die Heuler konnten eingefangen und anschließend zur Seehundstation Norddeich gebracht werden.

Abstand halten und Seehund nicht bewachen

„Der Anrufer hat sich in diesem Fall genau richtig verhalten“, urteilt die Polizei Bremen. Die Beamten bitten jeden, der einen Heuler findet, erst einmal darum, Abstand zu halten. Auf keinen Fall sollte man den Heuler anfassen.

Man solle mindestens 300 Meter Abstand halten und den Fundort verlassen, damit die Mutter möglicherweise wieder Kontakt zum Jungtier aufnehmen kann. Bewacht werden muss das Tier übrigens nicht.

Profis und Helfer ziehen die „Heuler“ auf

Am Besten sei es, gleich die Wasserschutzpolizei zu rufen oder den Fund direkt bei der Seehundstation unter Tel. 04931 973330 zu melden.

In der Station Nationalpark-Haus in Norddeich zieht ein Team von Profis und freiwilligen Helfern die „Heuler“, die verwaisten Seehunde, auf, bis sie wieder in die Nordsee zurückgebracht werden und dort überleben können. Im Moment sind dort 53 Seehunde untergebracht, dazu kommen 18 Seehunde, die noch in der Quarantänestation sind.

„Seehunde werden im Juni geboren“, erklärt die Seehundstation. „Normalerweise benötigen Jungtiere nur zu dieser Zeit und nur dann unsere Hilfe, wenn sie dauerhaft von der Mutter getrennt wurden.“

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