Arnd Zeigler berichtete für die ARD aus Paris. Foto: WDR/Sachs Arnd Zeigler berichtete für die ARD aus Paris.Foto: WDR/Sachs
Europameisterschaft

Halbfinale: Das sind die Gründe für den Sieg

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Nach Hause kann das Team von Jogi Löw die Franzosen morgen Abend schlecht schicken. Aber für die Gastgeber wird die EM vorbei sein – daran glauben Fans gleichermaßen wie Experten aus der Hansestadt und verraten, warum.

Fangen wir Arnd Zeigler (wird am Spieltag 51 Jahre alt) an, der bis zum Achtelfinale für die ARD in Paris dabei war: „Wenn wir nicht gewinnen, dann lag es ziemlich sicher nicht daran, dass Mesut Özil zu schlecht war oder Jogi Löw zu doof“, sagt Werders Stadionsprecher.

Und weiter. „Wenn wir gewinnen, dann wiederum lag es nicht daran, dass wir ohnehin immer die Besten sind. Ich wünsche mir, dass Deutschland gewinnt, weil wir wie meistens eine modernen, schönen Fußball spielen und an diesem Tag, auch wie meistens, ein gutes Rezept haben, um selbst einen so starken Gegner zu besiegen. Wenn nicht, wäre das sehr schade, aber keine nationale Tragödie. Frankreich spielt zuhause und ist ziemlich gut.“

Der Kollege Christian Stoll  ist siegessicher: „Die Franzosen verlieren, weil sie keinen Ex-Werderaner – also Micoud – in der Truppe haben. Und wir gewinnen, weil wir mit Özil einen Ex-Werderaner aufstellen werden.“ Der Tipp des 56-Jährigen: „2:0.“

Theatro-Wirt Randecker tippt 6:1

Auch Theatro-Wirt Barry Randecker versucht sich in Prophezeiungen: „2:1. Wobei – das sagt vermutlich jeder, der wie ich keine Ahnung hat. Also lege ich noch vier drauf. 6:1.“

Ansonsten ist seine Euphorie was die EM betrifft eher verhalten: „Das Wetter und die Auflagen seitens der Stadt nerven höllisch. Sobald ein Match von Jogis Elf ansteht, müssen wir beim Public Viewing auf dem Goetheplatz 20 Ordner einsetzen, Zäune aufstellen und einen Teil der Bänke wegräumen.“ Dennoch seien die Veranstaltungen immer gut besucht.

Im Schnitt 500 Zuschauer am Schlachthof

Das kann auch Oliver Trey, von der Schlachthofkneipe behaupten. „Mit 500 Zuschauern ist es bei jedem Spiel brechend voll, mindestens eine Stunde vorher Einlass-Stopp.“ Sogar bei Regen würden sich die Menschen auf dem Platz vor dem Findorffer Veranstaltungszentrum tummeln.

Der Gastronom zeigt sich zufrieden und für morgen optimistisch. „Wir gewinnen 2:1.“  Sachverstand oder aus dem Tal der Ahnungslosen wie der Theatro-Betreiber, der genau diese „Luschen-Prognose“ den Laien zuordnet? Man weiß es nicht.

Autocorsos sind eigentlich untersagt…

Dennoch scheint 2:1  eine beliebte Vorhersage zu sein. Stephan Alken, Pressesprecher der Polizei, legt sich ebenfalls auf dieses Ergebnis fest. Ansonsten hat er noch Tipps für die Fans  parat, falls es zu dem erhofften Sieg kommt: „Bei genauer Lesart des Paragrafen 30 der Straßenverkehrsordnung sind Autocorsos eigentlich untersagt. Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten.“

Feiern bisher ohne Probleme verlaufen

Dennoch werden die Ordnungshüter wohl keine Spieleverderber sein, solange folgendes beachtet wird: Sitzen und Stehen auf Fahrzeugdächern, Herauslehnen aus Pkw-Fenstern und -Dächern sowie das Zufahren auf Personengruppen sind verboten.

Hupkonzerte vor Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen werden nicht geduldet. All diese Vergehen werden konsequent verfolgt. „Die bisherigen Feiern der Nationalmannschaft sind jedoch ohne größere Probleme verlaufen.

Hoffen auf freudiges Halbfinale und Endspiel

Einzig nach dem Viertelfinale gab es kurzzeitig Behinderungen durch Autos im Bereich Breitenweg“, sagt Alken. Hoffen wir also morgen auf ein freudiges und friedliches Halbfinale und Sonntag auf ein eben solches Endspiel .

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