Farbe auf ein sich drehendes Stück Papier träufeln – so entstehen spannende Kunstwerke.Foto: kek Farbe auf ein sich drehendes Stück Papier träufeln – so entstehen spannende Kunstwerke.Foto: kek
Ausstellung

Mitmachmuseum zeigt „Das Gelbe vom Ei“

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Das ist auf jeden Fall „Das Gelbe vom Ei“ – in der gleichnamigen Mitmachausstellung des Kindermuseums in der Bremer Weserburg können Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Phänomen Farbe von allen Seiten untersuchen.

„Genauso sieht es aus, wenn ich Geburtstag habe“ – was ein Kind in dem komplett gelben Raum sagte, ist für Eva Maria Vonrüti Moeller ein Sinnbild dafür, wie Farben Gefühle auslösen können. Die Leiterin des Kindermuseums kek präsentierte jetzt die Mitmachausstellung „Das Gelbe vom Ei – Farbenrausch 03“ mit vielen neuen Stationen.

Was Farben mit uns machen, wie sie wirken, wie sie entstehen oder sich verändern, können Kinder, Jugendliche und Erwachsene ab sofort in der Weserburg erleben. Da gibt es eine Farb-Bar, an der man beispielsweise blaue oder grüne Getränke zu sich nehmen kann. Aber nicht nur schmecken, auch riechen ist gefragt: Mit Hilfe von in Duftöl getränkten Leinwänden können die Besucher Farben und Gerüche verknüpfen.

Blut ist in Rot und in Blau vertreten

Eine weitere Station verbindet Farben mit Tönen, eine andere mit Sprache: verschieden bunte Wörter können zu beispielsweise gelben Sätzen zusammengesetzt werden. „Das Wort Blut ist bei uns in Rot und auch in Blau vertreten“, sagt Vonrüti Moeller. Rot aus dem offensichtlichen Grund und blau, „weil es ja auch sogenannte Blaublüter gibt“.

Farbstraßen bauen, durch Wasserprismen gucken, bunte Räume aufsuchen, in der Werkstatt Bilder beschießen oder mit dem Farb-Pendel malen – hier können sich Interessierte ab vier Jahren richtig austoben. Unter fachlicher Anleitung, versteht sich.

Nicht nur „Kinder-Kleckserei“ im Mitmachmuseum

Und wer nur an „Kinder-Kleckserei“ denkt, liegt falsch, sagt Weserburg-Direktor Peter Friese: „Alles, was hier präsentiert wird, hat mit unserem heutigen Kunstverständnis zu tun.“ Alle Techniken, die nach dem 2. Weltkrieg relevant wurden für die Gegenwartskunst, würden hier systematisch aufgearbeitet, so Friese.

Infos zu den Öffnungszeiten der Ausstellung und mehr gibt‘s unter weserburg.de

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