Was machen diese Menschen da? Sie spielen Quidditch. Foto: pv Was machen diese Menschen da? Sie spielen Quidditch. Foto: pv
Hochschulsport

In der Neustadt wird Quidditch zum Trendsport

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Mit Besen zwischen den Beinen jagen sie den "Schnatz" - diese Szene aus Harry Potter gibt es auch in der Bremer Neustadt. Der Kurs wird vom Hochschulsport angeboten und ist wohl der Kurioseste unter den 500 Angeboten.

„Quidditch“ ist die bekannteste Sportart in der Zaubererwelt von Harry Potter. Man spielt diesen Sport auf Besen fliegend hoch oben in der Luft. Doch, und das ist keine Hexerei, im Rahmen des aktuellen Hochschulsportprogramms wird auch eine irdische Variante angeboten.

„Es ist wohl das ungewöhnlichste Angebot, das wir derzeit zu bieten haben“, sagt Heike Anders, Geschäftsführerin des VfH. Sie hätte es selbst nicht glauben können, als ein Übungsleiter mit der entsprechenden Kursidee an sie herantrat. Das war vergangenes Jahr, aktuell geht Trainer Jonas Becker mit seinem Team also in die zweite Runde.

Die Besen sind modifiziert

„Ich habe die bodenständige Variante während eines Auslandspraktikums in Philadelphia kennen gelernt“, berichtet der Student. Man spiele dabei mit Besen auf Rasen – wobei die „Besen“ genau genommen Rohre mit einem Puschel am Ende sind.

Gespielt wird mit drei Arten von Bällen auf verschiedenen Positionen. Ein Ziel von Quidditch ist es, die Quaffel mit einer Hand durch in Ästen aufgehängte Fahrradreifen zu werfen, während man mit der anderen den „Besen“ im Zaum hält. Und es geht natürlich um die Jagd auf den Schnatz.

Für Unwissende ein kurioses Schauspiel

Für Zaungäste ohne Kenntnis der Rowling-Romane ein merkwürdig anmutendes Schauspiel. „Mit Freunden spiele ich samstags in den Neustadtswallanlagen, da bleiben oft viele Menschen staunend stehen“, berichtet der 22-Jährige. Seine offiziellen Sportstunden finden jeweils dienstags um 15 Uhr auf dem Unigelände statt. Noch sind Plätze zu haben.

„Ausgebucht hingegen sind die meisten Aqua-Kurse, die wieder im Unibad stattfinden können“, so Heike Anders. Sie freut sich, dass dieses wieder zur Verfügung steht, weil vergangene Saison diverse Kurse ersatzlos gestrichen werden mussten.

Functional Fitness liegt im Trend

Auch die Unisporthalle an der Spittaler Straße, zwischenzeitlich Flüchtlingsunterkunft, kann wieder sportlich genutzt werden. „Dort finden unter anderem Kurse im Bogenschießen statt, die es vorübergehend auch nicht gab“, erläutert sie.

Und was liegt dieses Jahr besonders im Trend? „Sportarten wie Functional Fitness mit viel Power und sowas wie Treppensteigen. Sachen bei denen man richtig Kondition aufbaut“, so die VfH-Geschäftsführerin.

40 Prozent der Sportler sind Externe

Während das eher das junge Publikum anlockt und es mit 60 Prozent auch überwiegend Studenten sind, die an den Angeboten des Vereins teilnehmen, „turnen“ auf  dem Campus aber auch Externe. Die Quote liegt laut Heike Anders bei 60 zu 40.

 

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