Beim Jobcenter In Bremen-Nord ist man offen für Sammeltermine für Flüchtlinge. Foto: Füller Beim Jobcenter In Bremen-Nord ist man offen für Sammeltermine für Flüchtlinge. Foto: Füller
Bremen-Nord

Sammeltermine beim Jobcenter sollen helfen

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Wenn Dolmetscher fehlen, sind insbesondere Behördengänge für die Bewohner der Übergangswohnheime ein schwieriges Unterfangen. In Bremen-Nord hofft man nun auf Sammeltermine für Flüchtlinge beim Jobcenter.

So sollen sowohl die Mitarbeiter der Unterkünfte, aber auch die des Jobcenters entlastet werden. Auch im Beirat wird dies noch Thema sein. 257 Menschen leben derzeit im Übergansgwohnheim an der Ermlandstraße. Lediglich zwei Dolmetscher können sie zu Terminen mit dem Jobcenter begleiten.

Behörden-Besuche und -Dokumente sind schon für jene oft eine Herausforderung, deren Muttersprache Deutsch ist. Flüchtlinge sollten eigentlich dabei unterstützt werden, in Form von Begleitpersonen und Dolmetschern. Das ist jedoch nicht immer möglich und führt so zu Problemen – auf beiden Seiten.

Dolmetscher können nicht jeden begleiten

„Wir haben zwei arabisch sprechende Mitarbeiter. Die beiden können nicht jeden Tag die Bewohner zum Jobcenter begleiten, sonst fehlen sie in der Unterkunft an allen Ecken und Enden“, sagt Soheila Dehmandi, Leiterin des Übergangswohnheims (ÜWH) an der Ermlandstraße.

Ihre Mitarbeiterin Anna Winkler erlebt täglich, welche Probleme es auf beiden Seiten gibt, wenn die Sprachbarriere zu hoch ist: „Wenn ein Bewohner einen Mietvertrag an einer falschen Stelle unterschreibt, stellen die Mitarbeiter sich manchmal schon quer und es muss erst ein neuer Termin gemacht werden. Bis dahin ist die Wohnung dann weg. Ich habe auch Verständnis für die Mitarbeiter, aber wenn sich viele Kleinigkeiten häufen, ist es ärgerlich.“

Sammeltermine wurden bereits angeboten

Auch Marija de Gast, Leiterin des „Blauen Dorfes“, erlebt die Probleme. „Jeden Tag braucht jemand einen Termin beim Jobcenter. Das ist eine Katastrophe.  Wir üben mit den Leuten, was sie wann sagen müssen“, so de Gast.

Dass es auch anders geht, hat Dehmandi selbst in einer ehemaligen Zeltunterkunft an der Uni erlebt: „Wir hatten Sammeltermine des Jobcenters für die Bewohner. Das hat sehr gut funktioniert.“ Aus diesem Grund hat sie auch für die Unterkunft an der Erm­landstraße die Lösung vorgeschlagen.

Bewohner machen sich alleine auf den Weg

Dort geht es vor allem um Miet­übernahmen, wenn ein Bewohner zum Jobcenter muss. Manchmal würden diese sich auch einfach selber auf den Weg machen, ohne Unterstützung. Das komme auch immer dann vor, wenn der Aufenthaltststaus sich ändert und das Jobcenter ab diesem Zeitpunkt für sie zuständig ist.

„Wenn wir ihnen sagen oder öffentlich aushängen könnten, an welchem Wochentag sie zu welcher Zeit zum Jobcenter gehen können, würde es nicht nur uns entlasten. Auch die Mitarbeiter des Jobcenters würden entlastet“, ist sich Winkler sicher.

Jobcenter ist offen für Sammeltermine

„Wir wissen, dass Dolmetscher knappe Ressourcen sind und wollen, dass die Antragstellungen zügig und mit Übersetzung stattfinden“, sagt Christian Ludwig, Sprecher des Jobcenters Bremen. Deshalb begrüße man es, wenn die ÜWH an das Jobcenter herantreten und gemeinsam geklärt  würde, wie und wann Antragstellungen erfolgen können. „Dies können auch gerne Sammeltermine sein“, so Ludwig weiter.

Dafür sei man allerdings auf die Initiative der ÜWH-Mitarbeiter angewiesen. Laut Ludwig habe die Geschäftsstelle Bremen-Nord des Jobcenters die Heime bereits angeschrieben und um Untersützung gebeten.

Im Blumenthaler Beirat will man sich am 17. Oktober ebenfalls mit dem Thema beschäftigen.

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