Rund um die Baustelle für das Citygate muss mit Behinderungen gerechnet werden. Foto: Barth Rund um die Baustelle für das Citygate muss mit Behinderungen gerechnet werden. Foto: Barth
Jahresrückblick

Großprojekte in der City: Mit Stau am Bau rechnen

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Vor Kurzem wurde mit dem Verkauf des ersten Grundstückes im neuen Hulsberg Quartier der Startschuss für das Großprojekt „abgefeuert“. Nicht das einzige Bauvorhaben, dass 2017 Thema sein wird.

„Die Erschließung des neuen Hulsberg-Quartiers ist aber sicherlich eines der bedeutsamen, zumal es eine Bürgerbeteiligung wie dort in dieser Form wohl noch nicht gab“, sagt Hellena Harttung, Ortsamtsleiterin für Mitte und Östliche Vorstadt.

Zunächst haben Gesundheit Nord (Geno) und GEG also das Grundstück für das neue Ärztehaus verkauft. „In 2017 soll dann das erste an eine Baugruppe gehen. Darauf freue ich mich“, sagt sie.

Für das Ärztehaus kam nur ein Großinvestor infrage

Kritik, wie sie von der Stadtteil- Genossenschaft Hulsberg eG. kommt, die einen Ausverkauf des Areals an Großinvestoren befürchten, kann sie nicht nachvollziehen. „Für das geplante Ärztehaus war ein Großinvestor vonnöten. Da freue ich mich eher, dass ein Bremer Unternehmer beteiligt ist.“

Auf dem Bahnhofsvorplatz buddeln die Arbeiter bereits – für das Citygate. „Dieses wird viele Bürger, wenn auch nur indirekt, länger beschäftigen, da an einem viel befahrenen Verkehrsknotenpunkt monatelang mit Behinderungen gerechnet werden muss“, so die „Stadtteil-Bürgermeisterin“.

Ab Mitte Januar wird es am Bahnhofsvorplatz eng

Ab Mitte Januar, nach den Sixdays, wird es zu Einschränkungen kommen. Man muss mit Stau am Bau rechnen.

Erfreulicher sei das, was an der Weserpromenade passiert. „Nachdem der mobile Hochwasserschutz für das Weserstadion 2016 fertig gestellt werden konnte, ist das, was jetzt kommt für die Bremer spannend. „Der sogenannte Sommerdeich, eine Promenade mit viel Grün, wird entstehen – somit ein Ort der Naherholung.“

Hellena Harttung ist erleichtert, dass man sich auch an anderer Stelle Bremens der prädestinierten Lage am Fluss bewusst wurde. „Im Zuge des Neubaugebietes im Stephaniquartier soll eine Wiese zwischen Kirche und Weser angelegt werden, sodass ein Teil des Quartiers der Öffentlichkeit zugänglich bleibt.“

Großes Potenzial in der Bahnhofsvorstadt

Die Entwicklung der Bahnhofsvorstadt steht ebenfalls noch auf der Agenda. „Da gibt es großes Potenzial, aber die Sache müssen wir in Ruhe angehen und können die Planungen sicher nicht in 2017 abschließen.“

Viel Hoffnung setzt Hellena Harttung auf die Ermittlungsgruppe „Straßendeal“, die Top-Dealer so oft erwischen will, bis es zu Haftbefehlen kommt. Sie soll City und  Viertel für Händler sowie Konsumenten unattraktiv machen. „Damit setzt Bremen ein Zeichen“, sagt die Ortsamtsleiterin.

Schön sei auch, dass die Kommunikation mit der Bürgerinitiative „Leben im Viertel“ und  jenen, die deren Mitglieder als Störenfriede empfindet, läuft. „Wir bauen da auf gegenseitige Verständigung und hatten erste Gespräche.“ Das solle im kommenden Jahr unbedingt fortgesetzt werden.

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