Im Haus Coburg sollen bald wieder Blumen erblühen.Foto: Konczak Im Haus Coburg sollen bald wieder Blumen erblühen.Foto: Konczak
Städtische Galerie

Städtische Galerie soll Färbergarten bekommen

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Kinder lieben es zu malen. Das können sie bald auch in der Städtischen Galerie Delmenhorst tun. Und zwar mit Farben, die sie selbst „geerntet“ haben. Dafür soll ein Färbergarten entstehen.

Bereits in der Vergangenheit wurde das Blumenbeet im Innenhof der Städtischen Galerie Delmenhorst an der Fischstraße 30 kunstvoll in das Ausstellungsprogramm integiert. Etwa als Blumensorten, die der Künstler Fritz Stuckenberg (1881-1944) malte, von Kindern zum Leben erweckt wurden. Oder als im Rahmen der Ausstellung „Wind zog auf“ von Gabriela Oberkofler Bienenstöcke in dem Beet platziert und es von Heranwachsenden mit neuen Blumen versorgt wurde.

Altes Wissen über Farben neu vermittelt

Nach diesen lediglich temporären Verwendungen der Fläche will die Galerieleiterin Dr. Annett Reckert das Beet nun dauerhaft und nachhaltig nutzen.  Und zwar als Färbergarten. „Darin sollen nur solche Pflanzen angebaut werden, aus denen wir Farbstoffe gewinnen und eigene Malmittel herstellen können“, berichtet sie. Die Fläche könnte alljährlich mit wechselnden Pflanzen bestückt und von März bis September genutzt werden. Geplant sind regelmäßige Workshops, vor allem für Heranwachsende im Kindergarten- und Grundschulalter, aber auch für Erwachsene mit der projektverantwortlichen Künstlerin und Kunstvermittlerin Katrin Seithel.

Im Färbergarten werden Kinder und Erwachsene aktiv

Für die Galerieleiterin dient das Projekt auch dazu, Menschen bereits in ganz jungen Jahren und auf spielerische und zugleich zupackende Art und Weise an die Kunst heranzuführen. „Die praktische Arbeit im Beet und die spätere künstlerische Verwertung der Pflanzenfarben eröffnet vielfältige Möglichkeiten“, erläutert die Galerieleiterin. Des Weiteren erhalten die Teilnehmer neues altes Wissen über Farben, Färbemittel und die Malerei. „Es ist ein nachhaltiges, ökologisches, aber auch ein ganzheitliches und niederschwelliges Angebot“, betont Reckert. Außerdem sei es gerade mit Kindern spannend, etwas auszuprobieren. Welchen Farbton bekommt man, wenn man mit Rote Beete oder mit Zwiebel färbt? „Auch das gelegentliche Scheitern ist dabei gewollt und sicher sehr lehrreich“, sinniert die Galerieleiterin.

Galerieleiterin sucht tatkräftige Unterstützer

Damit das Projekt zügig anlaufen kann, hofft sie auf Einzelpersonen, Unternehmer oder Vereine, die den Färbergarten tatkräftig unterstützen, sei es mit Material, mit Geld oder später mit einer helfenden Hand. „Vordergründig ist es allerdings am wichtigsten, dass die Finanzierung für die Personalkosten für Katrin Seithel steht. So ein arbeitsintensives, anspruchsvolles und zeitlich unbefristetes Projekt ist nicht auf ehrenamtlicher Basis zu realisieren“, so Reckert. Darüber hinaus würde sie sich beispielsweise darüber freuen, wenn für die Nachwuchsgärtner im Kindergartenalter ein Gartenhäuschen für die Materialien und zum Aufwärmen gespendet würde. Interessenten erreichen die Galerieleiterin unter Telefon 04221 1 41 32 sowie per Mail an info@staedtische-galerie-delmenhorst.de.

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