Wein, warme Worte und natürlich die Rettungsmedaille des Landes Niedersachsen erhielt Stefan Frese (r.) am Freitag von Bürgermeister Rainer Ditzfeld im Achimer Rathaus. Foto: Bruns Wein, warme Worte und natürlich die Rettungsmedaille des Landes Niedersachsen erhielt Stefan Frese (r.) am Freitag von Bürgermeister Rainer Ditzfeld im Achimer Rathaus. Foto: Bruns
Achim

Landesmedaille für einen Lebensretter

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Achimer Ehrenpreisträger ist Stefan Frese bereits. Am Freitag dieser Woche hat der 25-Jährige nun eine Rettungsmedaille für dieselbe couragierte Tat entgegengenommen – diesmal vom Land Niedersachsen.

Weder war Bürgermeister Rainer Ditzfeld je mit dem Preis in Berührung gekommen, noch hatte er die Unterschrift einer derart geehrten weiteren Person im goldenen Buch der Stadt, in das Stefan Frese sich am Freitag eintragen durfte, entdeckt.

„Ich freue mich für die Stadt Achim, dass wir solch couragierte Bürger haben“, sagte der Verwaltungschef, der Stefan Frese dann eine weitere Auszeichnung überreichen und anstecken durfte: die Rettungsmedaille des Landes Niedersachsen, die er stellvertretend für den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius übergab.

Achimer Preis machte Landesregierung aufmerksam

Laut Achims Bürgermeister war es die Berichterstattung über Frese als Achimer Ehrenpreisträger, durch die man bei der Landesregierung in Hannover auf den jungen Mann aufmerksam geworden war.

Diesen Preis der Stadt in der Kategorie „Zivilcourage“ hatte der gebürtige Bremer, der erst seit 2013 in Achim lebt, für eine Rettungsaktion am späten Morgen des 30. April 2016, die für ihn selbst mitnichten ungefährlich war, erhalten: Nachdem der in einem Mehrparteienhaus lebende Achimer durch das Signal eines Feuermelders auf eine Qualmentwicklung in der Wohnung seines Nachbarn aufmerksam geworden war, hatte er nicht nur gleich einen Notruf abgesetzt.

Ursache war eine verkohlte Pizza

Gemeinsam mir anderen Bekannten war er über eine Leiter auf den Balkon der verqualmten Wohnung gelangt. Frese, der ehrenamtlich für das Technische Hilfswerk (THW) Achim aktiv ist, war dann über die offene Balkontür auf allen Vieren in die Wohnung gekrabbelt, um sich selbst so gut wie möglich vor einer Rauchgasvergiftung zu schützen.

Im Wohnzimmer hatte er den schlafenden Nachbarn entdeckt, ihn wecken und zur Flucht bewegen können. „Ich hatte in der Situation kein Zeitgefühl mehr“, erinnert sich der junge Mann, der trotz des immensen Zeitdrucks die Ruhe bewahrt und alles richtig gemacht hatte.

Der Feuerwehr war am Ende noch geblieben, unter Atemschutz den Herd in der Küche, in dem eine völlig verkohlte Pizza vor sich hin kokelte, als Ursache für die dichte Rauchentwicklung auszumachen und anschließend die Wohnung gründlich zu lüften.

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