Die Familie Stubbemann setzt auf eine konventionelle Produktion mit Stallhaltung für die Milchkühe. Lediglich das Jungvieh und die trächtigen Milchkühe dürfen auf die Weide. Foto: Konczak Die Familie Stubbemann setzt auf eine konventionelle Produktion mit Stallhaltung für die Milchkühe. Lediglich das Jungvieh und die trächtigen Milchkühe dürfen auf die Weide. Foto: Konczak
Landwirtschaft

Gülle aus der Biogasanlage stinkt nicht

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Die Familie Stubbemann bewirtschaftet ihren Milchviehhof am Schohasberger Weg bereits in der zwölften Generation. Um auch zukünftig wirtschaftlich arbeiten zu können, setzen sie auf eine nachhaltige Produktion.

„Vor acht Jahren haben wir uns intensiv Gedanken um die zukünftige Ausrichtung unseres Betriebes gemacht und seitdem einen fast geschlossenen Produktionkreislauf geschafften“, erzählt Jörg Stubbemann.

Der beginnt auf dem Feld wo Gras und Mais als Futter angebaut werden. Zusammen mit eiweisreichem Spezialfutter, was zugekauft werden muss, wird es ganzjährig an die Kühe verfüttert. Insgesamt 400 Tiere, darunter 200 Milchkühe gehören zum Hof. Sie produzieren täglich rund 6.000 Kilogramm Milch.

200 Milchkühe produzieren rund 6.000 Kilogramm Milch

Die Milchkühe leben ausschließlich im großzügigen Stall, da die Gülle noch warm und flüssig aufgefangen werden muss. „Sie wird zusammen mit den Fakalien und Stroh sowie den Futterresten unserer hofeigenen Biogasanlage zugeführt“, sagt Stubbemann. Damit die Anlage dauerhaft laufen kann, geben  auch die umliegenden Milchviehhöfe und drei Pferdeställe dort ihren Mist ab.
Den Strom speist die Familie Stubbemann ins öffentliche Stomnetz, mit der erzeugten Wärme versorgt man unter anderem sechs Wohneinheiten.

Ein nachhaltiger Hofbetrieb

Die Reste aus der Biogasanlage landen wiederum als Dünger auf den Feldern. „Wir verteilen die Biogas-Gülle nicht einfach großflächig auf der Oberfläche, sondern bringen sie unterhalb der Grasnarbe ein. Dadurch stinkt sie nicht“, erzählt Stubbemann.

Doch die Landwirte würden gerne noch einen Schritt weitergehen.  „Mit dem Wasserdampf aus der Biogasanlage könnte man eine Algenproduktion betreiben. Die Algen könnten das Eiweisfutter für die Kühe ersetzen“, ergänzt der Delmenhorster. Er hofft auf die Unterstützung durch die Hochschule Osnabrück bei der Realisierung.

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