Ajabnoor Khan gewann den Filmwettbewerb. Foto: Füller Ajabnoor Khan (r.) gewann den Filmwettbewerb mit einem Film über Kinderarbeit. Foto: Füller
Neustadt

Partner aus drei Bereichen leben Integration

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Mit ihrer Kooperation wollen SOS-Kinderdorf, Airbus und das Schulzentrum Neustadt jungen Flüchtlingen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern. Nun stellten die Jugendlichen die Ergebnisse ihrer Projekte vor.

In Deutschland ankommen, eine fremde Sprache und Kultur kennenlernen, alles ohne die eigenen Eltern.

Das hat für die Teilnehmer an den Projekten „Robotik“ und „Film“ der Kooperation zwischen SOS-Kinderdorf, Airbus und dem Schulzentrum Neustadt inzwischen funktioniert, wie sie kürzlich zeigten.

Zusammenschluss mit gemeinsamem Ziel

Um der Gruppe den Start in ihr neues Leben zu erleichtern, schlossen sich die Partner aus Wirtschaft, Bildung und Sozialem zusammen.

Rund 30 junge Männer und Frauen stiegen in das Projekt ein, am Ende blieben nun 13 von ihnen übrig.Ziel der Kooperation ist es, den jungen Menschen den Weg in eine Ausbildung oder ein Studium zu erleichtern.

Robotik und Medien

Dafür bauten die Teilnehmer des „Robotik“-Projektes unter Federführung von Gerd Urban von Airbus Legoroboter und programmierten diese.

„Das führt in die Mechatronik, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt ist“, sagt Urban. Mit einem Zertifikat wird ihnen nun ihr Können bescheinigt.

Wettbewerb ausgelobt

Um das Projekt spannender zu gestalten, traten die jungen Männer in zwei Gruppen in einen Wettbewerb. Die Roboter, die sie programmierten und so zum Leben erweckten, wurden schließlich von einer Jury bewertet.

Den ersten Platz belegten nun Parves Rasuli und Alireza Akbarian, den zweiten Mohammad Kasem Mirzaie, Safdari Esmail und Azim Wahid. Das SOS-Kinderdorf stiftete die Preisgelder für alle Teilnehmer.

Filmische Auseinandersetzung

Im Projekt „Film“, das Wolfgang Lindenau von Airbus Safran Launchers leitete, traten sieben Jungs in einen Wettstreit und produzierten Filme zu frei wählbaren Themen, die ebenfalls von einer Jury bewertet wurden.

Bis es jedoch soweit war, erhielten sie zunächst einen PC-Grundkurs. „Wir haben das Konzept des Kurses umgestellt und ganz von vorne angefangen“, so Lindenau.

Unterstützt wurden beide Projektleiter von Sprachlotsen des SOS-Kinderdorfes, die zunächst Übersetzten, sowie Pastor Hans-Günther Sanders, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand und auf das Projekt aufmerksam machte.

Deutschunterricht am Schulzentrum

Begleitenden Deutschunterricht erhielten die jungen Männer in Vorkursen am Schulzentrum Neustadt, dessen stellvertretender Schulleiter Friedrich Greve sich an den Satz „Wir schaffen das“, von Angela Merkel im Jahr 2015 erinnerte:

„Man kann von ihr halten was man will, aber sie hatte Recht. Die Zeit, die ich mit diesen Schülern verbringen durfte, war eine der schönsten Zeiten meines Berufslebens“, so Greve, der nun in den Ruhestand geht.

„Das Schulzentrum wird das Projekt im zweiten Jahr weiterführen“, so Greve weiter.

Ein Oscar für den besten Film

Am Ende des „Film“-Projektes stand nun die Vergabe eines „Oscars“ für den besten Film. Diesen erhielt Ajabnoor Khan für seinen Film  zum Thema Kinderarbeit.

„Es war am Anfang sehr schwer für uns, aber diese Menschen haben uns geholfen und dafür wollen wir Danke sagen“, sagte Khan.

Diesen Dank drückte er persönlich auch damit aus, dass er umgehend 100 Euro seines Preisgeldes von 300 Euro an das SOS-Kinderdorf spendete.

 

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