13.05.2017, Weserstadion, Bremen, GER, 1.FBL, SV Werder Bremen vs TSG 1899 Hoffenheim im Bild Andrej Kramari? / Kramaric (1899 Hoffenheim #27) im Duell / im Zweikampf mit Felix Wiedwald (Bremen #42), Foto © nordphoto / Ewert Die jüngste Offerte für Felix Wiedwald (r.) soll aus Griechenland kommen. Der Torwart wird Werder wohl in diesem Sommer verlassen. Foto: Nordphoto
Mannschaftskader

Kaderbau: Wo sind Werders größte Baustellen?

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Am kommenden Wochenende öffnet offiziell die Sommer-Transferperiode 2017. Bis Ende August hat Werder dann Zeit, den Kader noch zu verstärken und Spieler abzugeben. Wo sind die größten Baustellen?

Tor

Am Freitag gab Werder bekannt, dass der Vertrag vom 38-jährigen Routinier Jaroslav Drobny um ein Jahr verlängert wurde. Gleichzeitig vermeldeteten tschechische Medien, dass die Grün-Weißen ihr Angebot für Jiri Pavlenka von Slavia Prag auf 2,5 Millionen Euro erhöht haben sollen.

Eine Einigung mit dem abgebenden Verein steht wohl kurz bevor, mit Pavlenka selbst ist schon längst alles klar. Es riecht also nach Abschied von Felix Wiedwald, Stammtorwart der vergangenen Rückrunde, dem man trotz einer enormen Leistungssteigerung kein Vertrauen mehr schenkte.

Sollte Pavlenka kommen, wird er wohl Stammtorwart. Drobny ist als Backup hinter Talent Michael Zetterer vorgesehen.

Abwehr

Sollte Coach Alexander Nouri auch in der kommenden Saison dem 3-5-2-Grundsystem vertrauen, hat Werder noch Bedarf auf der Innenverteidiger-Position.

Zwar sind mit dem passsicheren Niklas Moisander, dem zweikampfstarken Lamine Sané und dem soliden Milos Veljkovic die Stammspieler der Dreierkette aus der vergangenen Spielzeit weiter mit dabei und man hat auch Luca Caldirola in der Hinterhand, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass gerade Sané und Moisander verletzungsanfällig sind.

Und die eine oder andere Sperre wird es sicherlich auch geben. Gut möglich, dass Nouri die Planstelle mit U23-Talent Jesper Verlaat auffüllt. Genauso gut kann aber noch ein Innenverteidiger mit Potential verpflichtet werden.

Mittelfeld

Auf der linken Außenbahn ist Neuzugang Ludwig Augustinsson nach dem Abgang von Santiago Garcia sofort gesetzt. Einen Linksfuß als Backup hat Werder nicht, da könnte eventuell noch nachgebessert werden. Robert Bauer hat diese Position aber auch schon gespielt.

Er soll aber in erster Linie dem offensiv stärkeren Theo Gebre Selassie auf der rechten Seite Konkurrenz machen. Im zentralen Mittelfeld sind Thomas Delaney und Zlatko Junuzovic gesetzt. Youngster Maximilian Eggestein ist auch ein Kandidat für die Startelf.

Bei Philipp Bargfrede wird es wie immer auf seinen Fitness ankommen. Auf das Karriereende von Clemens Fritz und den Wechsel von Florian Grillitsch  zu Hoffenheim hat Werder bisher nur mit der Verpflichtung von Jerome Gondorf von Darmstadt 98 reagiert.

Gut möglich, dass noch nachgelegt wird, aber keine wirklich dringende Baustelle. Der Abgang von Serge Gnabry wird intern aufgefangen – nach seinen vielversprechenden Joker-Einsätzen in der Rückrunde ist Florian Kainz eine echte Alternative für die erste Elf.

Angriff

Neben der Torwart-Position wohl das derzeit größte Problem ist der Sturm. Wie das äußerst konkrete Interesse an Davie Selke, der nun für Hertha BSC auf Torejagd gehen wird, zeigte, sucht Werder noch einen klassischen Mittelstürmer.

Ein Indiz dafür, dass mit Routinier Claudio Pizarro und Aron Johannsson nicht weiter geplant wird. In der abgelaufenen Saison waren die beiden Stürmer oft verkappte offensive Mittelfeldspieler, aber Nouri will in der Offensive variabler sein. Bis Ende August wird den Fans wahrscheilich noch ein neuer Stürmer präsentiert.

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