Max Kruse beim Torjubel. So jubelten Torschütze Max Kruse (2.v.r.) und seine Kollegen in der vergangenen Saison über den Siegtreffer im Berliner Olympiastadion. Foto: Nordphoto
Auswärtsspiel

Ist Werder bei Hertha BSC endlich wieder mutiger?

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Ein historischer Negativrekord droht vor dem Auswärtsspiel im Berliner Olympiastadion: Saisonübergreifend hat Werder die vergangenen fünf Bundesliga-Partien verloren. Sechs Pleiten am Stück gab es noch nie.

Um Vorschauen auf Fußballspiele zu unterfüttern, werdern ja gerne diverse Statistiken herangezogen. Die Daten vor Werders Auswärtspartie bei Hertha BSC am Sonntag (15.30 Uhr/live bei Sky) sind zwiespältig und vermitteln sowohl Angst und Hoffnung für alle, die es mit den Grün-Weißen halten.

Da ist auf der einen Seite die generell gute Bilanz gegen die Berliner, die sich in den vergangenen Jahren zu einer Art Lieblingsgegner entwickelt haben. Gegen keine andere Mannschaft konnte Werder seit der Jahrtausendwende häufiger gewinnen: 19 Erfolge, bei acht Niederlagen und vier Unentschieden.

Kruse traf im Vorjahr

In der vergangen Saison holte Trainer Alexander Nouri seinen ersten Auswärtssieg als Bundesliga-Trainer in Berlin. Max Kruse war der Torschütze beim 1:0-Erfolg im Dezember.

Und auch das Rückspiel konnten die Bremer gegen die Hauptstädter für sich entscheiden. Ende April gab es ein souveränes 2:0 im Weserstadion, erneut Kruse und Fin Bartels erzielten die Treffer.

Negativrekord droht

Nun kommen wir zu den furchteinflößenden Statistiken: Seitdem gab es für den SVW in der Bundesliga nur noch Niederlagen, saisonübergreifend fünf am Stück. Heute droht also ein historischer Negativrekord, sechs Pleiten in Folge gab es noch nie.

Damit es dazu nicht kommt, muss Werder im Olympiastadion mit mehr Mut angreifen als in den ersten beiden Partien der jungen Spielzeit. Bei den Niederlagen gegen Bayern (0:2) und Hoffenheim (0:1) gab die Nouri-Truppe insgesamt nur 14 Torschüsse ab – erschreckend harmlos.

Hoffnungsträger Belfodil

Die Hoffnung auf mehr Durchschlagskraft ruht auch auf Neuzugang Ishak Belfodil, der im Kader stehen, aber vermutlich erst im Laufe der Partie zum Einsatz kommen wird. „Er bringt Elemente mit, die uns variabler machen, im 3-5-2 und auch im 3-4-3“, so Nouri über den Algerier, der mit seiner körperlichen Präsenz (1,91 Meter) ein gegenstück zu den etatmäßigen Angreifern Kruse und Bartels ist. Nouri: „Ishak ist ein Stürmer, der in die Tiefe geht und die Innenverteidiger bindet. Er ist auf jeden Fall eine Option.“

Doch selbst im Falle einer weiteren Niederlage wollen die Hanseaten nicht in Panik verfallen. „Auch nach vier oder fünf Spieltagen ist die Saison noch nicht entschieden“, sagte Sportchef Frank Baumann: „Es ist gut, die Ruhe zu bewahren.“

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