Ludwig Augustinsson erzielte bereits nach vier Spielminuten das 1:0 für Werder. Foto: Nordphoto Ludwig Augustinsson brachte Werder schon nach vier Spielminuten per Kopf in Führung. Foto: Nordphoto
Wichtiger Dreier

Zwei Kainz-Treffer verschaffen Werder Luft

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Werder hat die Gunst der Stunde genutzt und sich im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga etwas Luft verschafft. Beim 3:1 über den VfL Wolfsburg gerieten die Bremer trotz früher Führung noch einmal in Bedrängnis.

Werder gelang ein optimaler Start: Nach Ecke von Kapitän Zlatko Junuzovic flog Ludwig Augustinsson heran und wuchtete den Ball mit dem Kopf ins Netz. 1:0 nach vier Minuten – Werder entwickelt sich zum Spezialisten für Blitzstarts.

Augustinsson war auch maßgeblich an der nächsten guten Gelegenheit der Bremer beteiligt. Der Linksverdeidiger setzte sich an der Außenlinie gegen einen Wolfburger durch und hebelte damit die Abwehr aus. Über die Zwischenstation Max Kruse kam Maximilian Eggestein zum Abschluss. Zwar gelang es dem Stürmer, den Ball an VfL-Keeper Casteels vorbei zu spitzeln, doch ein Verteidiger erreichte den Ball noch vor der Linie.

Das Auslassen der Großchance hätte sich fast postwendend gerächt. Doch Pavlenka bügelte im 1:1 gegen Malli eine Unaufmerksamkeit seiner Vorderleute aus.

Werder lässt weitere Chancen aus

Werder drückte weiter und kam nach einer knappen halben Stunde durch einen Kopfball von Maximilian Eggestein zur nächsten klaren Möglichkeit. Doch Casteels war erneut auf dem Posten.

Dann wurde es langsam etwas viel mit dem Auslassen von besten Chancen. Erst scheiterte Kruse nach Eckball von Junuzovic – es wäre eine Kopie des 1:0 gewesen. Die Szene war noch nicht ganz vorbei, da jagte Moisander einen Schuss aus 14 Metern an die Unterkante der Latte.

Das wirkte schon fast fahrlässig, denn insbesondere Victor Osimhen im Sturmzentum der Wölfe und Yunus Malli stellten die Bremer Defensive immer wieder vor Probleme.

Kainz trifft zum 2:0

Doch mit einer österreichischen Koproduktion gelang dann doch noch vor der Pause das längst verdiente 2:0. Der in die Spitze aufgerückte Zlatko Junuzovic legte einen Pass Florian Kainz zurück auf seinen Landsmann, Werders Linksaußen zog zwei Schritte zur Mitte und ließ den Ball stramm aber mit einem herrlichen Bogen in die Maschen segeln. 

Die zweite Halbzeit begann für Werder mit einem Schreckmoment. Osimhen setzte sich nach einer Flanke im Strafraum durch. Doch Pavlenka warf sich geistesgegenwärtig in den Schuss.

Die Grün-Weißen hatten sich vom Schreck noch nicht erholt, da entschied Schiedsrichter Deniz Aytekin auf Elfmeter für die Gäste. Zwar parierte Jiri Pavlenka den Schuss von Paul Verhaegh (48.), doch der Abpraller fiel dem Schützen wieder vor die Füße, der im zweiten Versuch keine Mühe hatte einzunetzen – nur noch 2:1.

Delaney kommt für Bargfrede

Werder geriet ins Wanken. Zudem musste der angeschlagene Philipp Bargfrede raus. Für ihn kam nach 56 Minuten Thomas Delaney. Knapp zehn Minuten später ersetze Jérôme Gondorf auch noch Aron Johannsson.

Die Gastgeber schienen sich in dieser Phase wieder gefangen zu haben, spielten wieder zielstrebiger nach vorne und hielten die Wolfsburger aus dem eigenen Strafraum fern. Was fehlte war ein klarer Abschluss.

Der folgte in der 72. Minute: Maximilian Eggestein erkämpfte an der Mittellinie den Ball. Max Kruse behielt die Übersicht und der schnell nachgerückte Florian Kainz tunnelte Casteels zum beruhigenden 3:1.

Doch Wolfsburg gab sich nicht geschlagen. Ein Kopfball von Osimhen verfehlte nur knapp das Ziel (79.). Als Wolfsburg alles nach vorne warf, ergaben sich für Werder Konterchancen. Doch Casteels war zur Stelle und verhinderte gegen Junuzovic und Gondorf die Entscheidung.

Werder: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson – Bargfrede (56. Delaney) –  Johannsson (65. Gondorf), Eggestein, Junuzuvic (89. Bauer), Kainz –  Kruse

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