Auf den ersten Blick sieht die Jan-Reiners-Lok noch ganz passabel aus. Wer genauer hinschaut erkennt aber, dass sich in den Rissen sogar schon Moos gebildet hat. Fotos: Bollmann
Denkmal

Der Rost nagt an der alten Jan-Reiners-Lok

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Die Jan-Reiners-Lok ist in Gefahr: Der Rost hat dem Denkmal im Grünzug an der Eickedorfer Straße mittlerweile arg zugesetzt. Durch Risse in Schornstein und Kessel dringt immer mehr Feuchtigkeit ein.

Mittlerweile gefährdet die immer maroder werdende Substanz die Zukunft des Findorffer Wahrzeichens. Deshalb soll die alte Lan-Reiners-Lok möglichst noch in diesem Jahr zur Grundsanierung abgeholt werden. Allein fehlt es noch an den notwendigen Mitteln. Insgesamt 38.000 Euro dürfte die Instandsetzungder Lokomotive kosten. Eine Summe, die vom Bürgerverein Findorff alleine nicht aufgebracht werden kann, wie dessen Vorsitzende Birgit Busch klarstellt.

Die Sanierung der Jan-Reiners-Lok ist ein Kraftakt

Dennoch zeigt sich Busch ganz zuversichtlich, dass der gewaltige Kraftakt Lokomotiv-Sanierung klappen kann. Ihr schwebt eine Drittel-Lösung vor, bei der vom Bürgerverein ein Teil der Summe aufgebracht wird, der Beirat Mittel zuschießt und weitere Gelder durch Spenden zusammenkommen.

„Wir haben bereits 300 Unternehmen angeschrieben und die Findorffer Geschäftsleute angesprochen“, erläutert Busch. Es seien aber auch schon Spenden von 5 oder 20 Euro von ganz normalen Bürgen eingegangen. Das zeigt auch die große Verbundenheit vieler Bürger mit der alten Dampflok, die jetzt seit 50 Jahren im Grünzug steht.

Allerdings hatte sie davor schon eine lange aktive Zeit, bevor sie am Rande ihrer alten Fahrstrecke aufgestellt wurde. Davor war sie als Lok 1 (neben vier anderen Dampfloks) von der Eickedorfer Straße bis nach Lilienthal und Tarmstedt im Einsatz. Am Wochenende ermöglichte die Schmalspurbahn so Ausflugs- und an den Werktagen Wirtschaftsverkehre von Torf und landwirtschaftlichen Produkten.

Viele Ältere sind mit der Jan-Reiners-Lok noch gefahren

„Gerade viele ältere Findorffer erinnern sich noch daran, wie die Dampflokomotive durch die Eickedorfer Straße fuhr“, erklärt Busch. Mit dem Bahnbetrieb war dann 1954 Schluss. In Ruhestand ging die Lokomotive aber noch lange nicht. Von 1954 bis 1967 wurde die Lok als Dampfmaschine bei der Gestra eingesetzt, bevor sie 1967 dann unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf ihren Sockel gesetzt wurde.

Erst 1989 wurde die Jan-Reiners-Lok dann noch einmal mit einem zwölf-Tonnen-Kran von ihrem Podest geholt und zur Sanierung zur derzeit noch bestehenden AG Weser gebracht. „Das hat damals aber noch 12.000 Mark gekostet“, erklärt Busch. Dennoch ist sie zuversichtlich, dass die Summe zur Sanierung zusammenkommt. Dann könnte die Lokomotive bereits zum Ende des Jahres zur Sanierung abtransportiert werden und käme einige Monate später in altem Glanz zurück an ihren jetzigen Standort.

Wer die Sanierung der Lok unterstützen möchte kann das natürlich tun. Spendenkonto: Bürgerverein Findorff, Stichwort Jan-Reiners-Lok, IBAN: DE 39 29050101 0001154509, BIC: SBREDE.

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