Mückenplage droht: Die Blutsauger greifen an -
Hat die Mücke zugestochen, hilft als Sofortmaßnahme kühlen und auf die Einstichstelle spucken. Foto: pixnio Hat die Mücke zugestochen, hilft als Sofortmaßnahme kühlen und auf die Einstichstelle spucken. Foto: pixnio
Blutrünstige Biester

Mückenplage droht: Die Blutsauger greifen an

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In der Sonne sitzen, leckeres Nackensteak grillen, ein Bierchen trinken und dann passiert‘s: Bzzzzzzzzz...klatsch. Die Mücken sind wieder in summenden schwarzen Schwärmen unterwegs und machen heftig Jagd auf Bremer.

Denn: „Die warmen Temperaturen zusammen mit den Niederschlägen der vergangenen Wochen sind ideale Mückenbedinungen. Darauf haben die Mücken nach dem relativ langen Winter nur gewartet. Das führt dazu das viele Tiere ausschwärmen. “, weiß Florian Scheiba vom Naturschutzbund (Nabu).

Die Blutsauger brauchen Wasser, Wärme und Blut. Vor allem nachts und in der Dämmerung schlagen die Plagegeister gerne zu: „Weil da ihre Wirte, Menschen und Tiere, in den allermeisten Fällen schlafen und so ungefährlicher sind. Sie passen sich also unserem Tagesrhythmus an“, sagt Scheiba.

Noch schlimmer, bevor es besser wird

Es würden schon ein paar Grad plus ausreichen, um die Mücken aus ihrer winterlichen Kältestarre zu wecken.

„Es gibt dann Tierchen, die sich vor dem Winter noch nicht mit Blut versorgt haben. Das holen diese dann als erstes nach. Zudem gibt es als Nahrung zur Zeit noch nicht viel Pflanzliches, was den Mücken schmeckt. Da bleibt dann auch nur das Blut“, ist sich Scheiba sicher.

Was tun, um keine Blutkonserve zu werden?

Und es wird noch schlimmer, bevor es besser wird, sollten die kommenden Monate warm und feucht werden. Dann muss sich die Hansestadt im Sommer auf eine Mückenplage einstellen.

Was also tun, um keine Blutkonserve für die Mini-Vampire zu werden? „Man sollte lange Kleidung tragen, Mückenschutzmittel verwenden und vor allem den Mücken die Brutstätten entziehen“, so Scheiba.

„Immer  kühlen und Spucke drauf”

Dazu sollten alle Wasserstellen im Garten überprüft und nach Möglichkeit abdeckt werden. Es reiche schon teilweise aus, einen Deckel auf die Regentonne zu legen. Bei Teichen im Garten rät der Nabu zu einem Naturteich ohne Fische. Dort gebe es dann Kröten und Molche – die größten Fressfeinde der ins Wasser abgelegten Mückenlarven.

Aber was hilft, wenn man doch gestochen wurde? „Als Sofortmaßnahmen immer kühlen und Spucke drauf. Nach eigener, nicht wissenschaftlich belegter, Erfahrung ist da Fremdspeichel effektiver als der eigene“, sagt Scheiba. Außerdem ließen sich Stiche mit einer Zwiebelauflage oder einem Verband aus frischen Spitzwegerichblättern lindern.

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