In Bremen-Nord und in Walle wurden jetzt die ersten nicht angemeldeten Schrottfahrzeuge abgeschleppt. Foto: Harms
Erlass

Die ersten Schrottautos sind abgeschleppt

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Genau drei Wochen ist es her, dass Innensenator Mäurer, abgestellten Schrottautos im öffentlichen Raum den Kampf angesagt hat - die ersten sind abgeschleppt. Das Ordnungsamt geht 120 Hinweisen aus der Bevölkerung nach.

Der Auspuff droht abzufallen, am Lack nagt der Rost, und die Reifen sind platt. Im Innern des Opels Astra liegen Reifen, eine Mikrowelle und ein alter Fernseher. Kennzeichen und Plakette fehlen – und das hat seinen Grund. Offenbar will der Halter nicht erkannt werden.

Am Montagmorgen rückt der Abschleppwagen an. Innensenator Ulrich Mäurer macht seine Ankündigung wahr: Er lässt nicht angemeldete Fahrzeuge auf öffentlichem Grund abschleppen – ohne zu warten, bis der Besitzer ermittelt und informiert wurde. Der Opel Astra ist das erste Schrottauto, das nach Mäurers Erlass entfernt wird.

„Weil es die Bürger zufriedener macht“

Auf die Halter kommen Abschleppgebühren von 200 bis 300 Euro zu und ein Bußgeld von 100 bis 150 Euro. Vier Wochen bleiben den Eigentümern, um ihre Autos bei der Abschlepp- und Bergungsgesellschaft in Bremen-Nord oder bei der Bremer Autohandels- und Verwertungsgesellschaft in der Neustadt abzuholen.

Passiert das nicht, können die Autos verwertet oder verschrottet werden. Die Stadt geht dabei in Vorleistung, muss für die Aktion rund 60.000 Euro vorstrecken. „Aber es ist gut angelegtes Geld, weil es die Bürger zufriedener macht“, sagt Blumenthals Orts­amtsleiter Peter Nowack.

120 Hinweise aus ganz Bremen

Bürger können abgestellte und nicht zugelassene Fahrzeuge im Internet melden unter abschleppmassnahmen@ordnungsamt.bremen.de Schon jetzt sind beim Ordnungsamt 120 Hinweise aus ganz Bremen eingegangen.

Inzwischen überprüften die Mitarbeiter auch in Walle Wagen, die Bürger gemeldet haben. Mehrere Fahrzeuge wurden schon abgeschleppt. „Wir haben die Hoffnung, dass sich das Vorgehen kommuniziert und Halter ihre Autos selbst entfernen“, sagt Gerdts-Schiffler, Sprecherin des Innensenators.

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