Die Roonstraße im Viertel ist mit Granitsteinen gepflastert – kommt es zu dem Beschluss, müsste hier im Sanierungsfall Betonsteinpflaster in Natursteinoptik verlegt werden. Foto: Schlie
Straßenbeläge

Der Pflaster-Kompromiss im Viertel

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Asphalt oder Pflaster? Der Glaubenskrieg im Viertel und in der Östlichen Vorstadt steht vor dem Ende. In der Baudeputation soll ein Leitfaden für die Bepflasterung von Straßen in beiden Quartieren beschlossen werden.

Vorausgegangen war eine jahrelange Diskussion, an deren Ende ein eigens eingerichteter Runder Tisch einen abschließenden Kompromiss verfasst hatte.

Klaus Schloesser von der Bürgerinitiative Stadtbild Bremen ist zuversichtlich. „Am Anfang standen einige scheinbar unvereinbare Interessen gegenüber – jetzt ist es den Beteiligten gelungen, alle Anliegen unter einen Hut zubringen“, sagt er. Auch Bau- und Verkehrsressortssprecher Jens Tittmann ist zufrieden: „Ich bin guter Dinge, dass der Leitfaden bald auch im gesamten Stadtgebiet genutzt werden kann“.

Voraussetzung für die Umsetzung in weiteren Stadtteilen sei das Engagement der Bürger, eine Zustimmung der Beiräte sowie eine abschließende Beurteilung der Landesdenkmalpflege.

Straßen werden in drei Kategorien geteilt

Vorgesehen ist laut Plan zunächst eine Einteilung in drei Straßenkategorien. Zur ersten Kategorie gehören die Hauptverkehrsachsen eines Quartiers, wie etwa die Humboldtstraße im Viertel. Hier ist eine Asphaltierung im Falle von Sanierungen vorgeschrieben.

Zur zweiten Kategorie zählen Straßen, die für die Quartierserschließung wichtig sind. Hier soll das historische Bild erhalten werden, indem Betonsteinpflaster verlegt wird. In reinen Anwohnerstraßen (Kategorie 3) darf weiter Natursteinpflaster verlegt werden – für Radfahrer sind Mittelstreifen vorgesehen, Straßenquerungen sollen die Barrierefreiheit gewährleisten.

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