Max Kruse jubelt nach dem 1:0 Max Kruse verwandelte den letzten Elfmeter für Werder. Foto: Nordphoto
Pokalkrimi

Werder wirft Dortmund aus dem Pokal

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Werder Bremen hat im Kracherspiel des DFB-Pokal-Achtelfinals bei Borussia Dortmund die Sensation geschafft. Die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen.

Milot Rashica hatte die Bremer schon nach fünf Minuten in Führung gebracht. Bei einem Freistoß von Kapitän Max Kruse hielt der schnelle Stürmer die Fußspitze in die Schussbahn und lenkte den Ball damit entscheidend ab. 

Ex-Bremer im BVB-Tor

Im Tor der Dortmunder hatte Eric Oelschlägel das Nachsehen. Der 23-Jährige, der bis zum Sommer noch das Trikot von Werder II getragen hatte, ist beim BVB etatmäßig der dritte Keeper. Er durfte im Pokal ran, weil Weder Roman Bürki noch Marvin Hitz einsatzfähig waren.

Nach einer Viertelstunde übernahmen die Gastgeber eindeutig das Kommando. Doch Werder brachte die Führung mit Glück und Geschick bis in die zweite Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Dann foulte Bargfrede Witsel kurz vor der Strafraumgrenze. Marco Reus ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte den Freistoß in seiner typischen Art oben links im Werder-Tor – 1:1.

Letzte Aktion für Reus

Für Reus war es die letzte Aktion. Der Torschütze blieb zur Pause in der Kabine. Am Spiel änderte das zunächst nichts. Dortmund zwar fast permanent in Ballbesitz, doch Werder ließ kaum einen Abschluss zu.

So gut organisiert die Bremer verteidigten, so schlecht organisiert gingen sie nach Balleroberungen zum Gegenangriff über. Selten gelang es, den Ball mal über zwei Stationen zu behaupten.  

Kohfeldt stellt um

Nach 76 Minuten stellte Florian Kohfeldt dann um. Für Nuri Sahin, der bis dahin einen sicheren Part als zentraler Mann der Abwehrkette gespielt hatte, kam der offensivere Kevin Möhwald.

Tatsächlich attackierte Werder fortan etwas früher. Um sich eine Torchance zu erspielen, reichte das jedoch immer noch nicht.

Oelschlägel rettet Dortmund

Erst in der 89. Minute erarbeite Selassie mal wieder einen Freistoß vor dem Dortmunder Tor. Kruse versuchte es direkt. Von der Dortmunder Abwehrmauer angefälscht, schien der Ball schon auf dem Weg ins Tor, doch Oelschlägel bekam die Hand noch heran und lenkte ihn über das Tor.

Durchatmen dann in der Nachspielzeit. Auf der Gegenseite streifte ein Kopfball von Thomas Delaney die Latte des Bremer Tores. Jiri Pavlenka wäre wohl nicht herangekommen.

Pulisic trifft zum 2:1

In der Verlängerung schien Werder auf einem guten Weg, bekam läuferisches Übergewicht. Doch dann die 105. Minute. Ein langer Schlag von Pavlenka landete bei Pulisic. Der Amerikaner tankte sich durchs Mittelfeld. Kam im Strafraum wieder an den Ball und traf zum 2:1 für Dortmund.

Doch Werder hatte ja seinen Edeljoker eingewechselt. Nur drei Minuten nach dem Rückstand traf Claudio Pizarro auf unnachahmliche Art zum 2:2.

Dann wurde es bitter für Werder: Mit einem klaren Handspiel von Brun Larsen leitete Dortmund einen Gegenangriff ein, den Hakimi zum 3:2 abschloss. Besonders bitter kurz zuvor hatte Brych noch in einer ähnlichen Situation auf Freistoß für Dortmund entschieden. 

Werder kommt nochmal zurück

Werder geschlagen? Mitnichten. Die Bremer riskierten alles. Pavlenka tauchte schon zweieinhalb Minuten vor dem Ende der Verlängerung im Dortmunder Strafraum auf. Martin Harnik traf nach einer Ecke per Kopf zum 3:3 (119.).

Im Elfmeterschießen hielt Pavlenka gleich den ersten Schuss von Alcacer. Pizarro verwandelte. Pavlenka parierte auch den Schuss von Philipp. Maximilian Eggestein verwandelte sicher. Witsel verkürzte zum 4:5. Klaassen abgezockt zum 4:6. Weigel mit Glück zum 5:6. Dann trifft Kruse. 5:7, Entscheidung gefallen, Werder im Viertelfinale.

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