In Bremen ist die Zahl der Menschen, denen der Strom abgestellt wurde, erstmals zurück gegangen. Symbolfoto/pixabay Dank eines funktionierenden Netzwerks von SWB, Behörden und Beratungsorganisationen konnte die Zahl der Stromsperren in Bremen erneut deutlich gesenkt werden. Foto: WR
Versorgungssperren

Abdrehen von Strom, Gas und Wasser verhindern

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Der Bremer Energieversorger SWB drehte in 2018 deutlich weniger Haushalten Energie oder Wasser ab, als im Jahr zuvor. "Handeln und Hilfe annehmen" ist das Motto, wenn eine Sperrandrohung kommt.

Die Zahl der verhängten Strom-, Gas- und Wassersperren in Bremen und Bremerhaven ging von 6.369 in 2017 um 12,4 Prozent auf 5.581 im vergangenen Jahr zurück. Seit der Gründung des Runden Tisches im Jahr 2015 sank die Zahl der Zwangsmaßnahmen sogar um 24,3 Prozent.

1.800 Sperreinsätze weniger

„Für unsere Mitarbeiter bedeutete das rund 1.800 Sperreinsätze weniger als noch vor drei Jahren. Die Zahlen zeigen, dass unser Einsatz tatsächlich einiges bewirkt und das wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Iris Klauck, Projektleiterin bei SWB.

Um die Zahl der Fälle zu reduzieren, haben die 20 öffentlichen Stellen, Beratungseinrichtungen und SWB unter anderem vereinbart, dass die beteiligten Organisationen laufende Mahn- und Sperrverfahren der SWB für zwei bis vier Wochen unterbrechen können. Das soll den Beteiligten Zeit geben, eine Lösung zu finden.

Energiebudgetberatung

Nehmen die Betroffenen Hilfe an, etwa durch die Energiebudgetberatung der Verbraucherzentrale, dann liegt die Erfolgsquote, was das Verhindern von Energie- und Wassersperren angeht, bei fast 100 Prozent. „Bei 1.000 Beratungen in zwei Jahren gab es in jedem Fall eine Lösung“, sagt Dieter Schmidt von SWB.

Rund 20.000mal im Jahr verschickt der Energieversorger wegen nicht bezahlter Rechnungen Sperrandrohungen. „Handeln und Hilfe annehmen“ ist in diesem Fall die zentrale Botschaft der Mitglieder des Runden Tisches. Erster Ansprechpartner sollte das Kundencenter von SWB sein, Telefon 0421  / 359  35  90.

Neuer Schwerpunkt Präventionsarbeit

Nachdem die Sofortmaßnahmen zur Abwendung von Versorgungsunterbrechungen inzwischen etabliert sind, wollen die Netzwerkpartner des Runden Tisches sich in den kommenden Monaten verstärkt der Präventionsarbeit widmen.

Hilfe, wenn eine Energie- oder Wassersperre droht: sos-stromsperre.de, kostenlose Info-Hotline: 0800  876  54  30

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