Gegenwärtig hat Bremen keine Verbindungen zu den Kanaren. Die Kluft im Streckenangebot, die die Germania-Pleite aber auch der Abzug der Ryanair-Basis hinterlassen haben, ist immer noch nicht geschlossen. Foto: av
Airport Bremen

Nur noch 31 Direktziele ab Bremen

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Zum Vergleich: „53 Flugziele im Sommer ab Bremen direkt erreichbar“ berichtete der Weser Report am 19. März 2016. Wer zum Beispiel auf die Kanaren will, muss mittlerweile von anderen Airports abfliegen.

Seit vergangenem Sonntag gilt der Sommerflugplan am Bremer Airport. Mit gegenwärtig 31 Direktzielen ist es das schwächste Flug­angebot des Airports seit Jahren. Zum Vergleich: „53 Flugziele im Sommer ab Bremen direkt erreichbar“ berichtete der Weser Report am 19. März 2016. Ein Jahr später standen 47 Nonstop-Verbindungen zur Wahl und 2018 waren es noch 45.

Die Ankündigung des neuen Sommerflugplans auf der Facebook-Seite des Airports blieb nicht ohne Reaktionen: „Leider fehlen viele typischen Sommerziele“, „Hoffen wir auf den Sommerflugplan 2020, der aktuelle ist unterirdisch“ oder „der schwächste Flugplan seit Jahren“, hieß es in den Kommentaren der User. „Leider ohne Lanzarote“, bemängelte eine andere Userin.

Die Osterklassiker fallen fast alle weg

Die Osterferien beginnen am kommenden Samstag. Für Eltern mit schulpflichtigen Kindern die erste Möglichkeit für einen Familienurlaub in der Sonne. Zu den Osterklassikern gehören die Kanaren. Alle, die die ersten längeren Schulferien des Jahres nutzen und ab dem hiesigen Airport nach Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura oder Lanzarote fliegen wollten, schauten in die Röhre.

Anfragen in Reisebüros oder Recherchen im Internet brachten immer wieder das gleiche Ergebnis: Nonstop und als Pauschalreise geht ab Bremen Richtung Kanaren in diesem Frühjahr nichts. Den Flughafen-Verantwortlichen ist es nicht gelungen, Ersatz für Germania zu finden, die den größten Teil der Strecken ab Bremen Richtung Kanarische Inseln bediente. Fuerteventura und Gran Canaria werden erst ab September wieder angeflogen.

Germania-Alternativen rar gesät

Da Familien traditionell früh ihre Reise in trockenen Tüchern haben, um sich die Frühbuchervorteile der Veranstalter zu sichern, traf die Tatsache, dass die Germania-Maschinen am Boden bleiben mussten, so manche Kanaren-Urlauber. „Unsere Serviceteams haben mit Hochdruck daran gearbeitet, die Kunden, die von der Germania-Insolvenz betroffen waren, auf alternative Flüge umzubuchen.

Leider gab es nicht immer einen hundert Prozent passenden Ersatzflug, so dass viele Kunden auf andere Flughäfen, wie beispielsweise Hamburg und Hannover, ausweichen mussten“, berichtet Tui-Sprecherin Susanne Stünckel. Für das östliche Mittelmeer gibt sie Entwarnung: „Tui ist auf allen Flügen der Corendon Airways ab den Osterferien Richtung Griechenland vertreten, ebenso auf den Flügen in die Türkei und ab Juni nach Bulgarien.“

Türkei und Griechenland im Fokus

Buten- und Binnenbremer, die noch spontan verreisen möchten, kommen noch weg: „Um dem verstärkten Kundenwunsch für Reisen in sonnige Regionen während der Osterferien nachzukommen, hat Thomas Cook sein Angebot mit Abflughafen Bremen in beliebte Reiseziele wie die Türkei und Griechenland, insbesondere Kreta, Rhodos und Kos, aufgestockt“, sagt eine Sprecherin von Thomas Cook auf Anfrage.

Ihr Tipp: Das ägyptische Hurghada ist während der Osterferien ein attraktives Reiseziel. Angebote mit Abflug ab Bremen sind derzeit noch buchbar.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Rot-grüne Bremer freuen sich, dass der Fluglärm und der CO2-Ausstoß über der Stadt beständig geringer werden.

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