Am Sandstrand des Waller Sees geht es sehr flach ins Wasser. Zudem gibt es einen klar abgegrenzten Nichtschwimmerbereich und eine DLRG-Station. Foto: Schlie
Freizeit

Waller Feldmarksee: Ein Idyll mit kleinen Macken

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Bremens Badeseen: Trotz Autobahn und Mülldeponie erfreut sich der Waller Feldmarksee einer großen Beliebtheit.

Eigentlich ein ungewöhnlicher Ort zum Ausspannen: Der Waller Feldmarksee. Trotz der Lage hinter  Autobahn und  Mülldeponie erfreut sich das Gewässer im Sommer einer großen Beliebtheit, gerade bei den Menschen im Bremer Westen.

Schließlich bietet der auch direkt ans Blockland angrenzende See mit einer Größe von über zwölf Hektar und einer Tiefe von über 16 Metern auch Badespaß und viel Natur.

Wie viele andere Bremer Badeseen ist auch der Waller See ein Nebenprodukt des Autobahnbaus. Als Sandentnahmestelle wurde er bis 1973 ausgehoben und später dann zum Badesee umgestaltet.

DLRG-Rettungswache ist nur bei Beflaggung besetzt

Im nordwestlichen Bereich lockt ein Sandstrand mit einer angrenzenden großzügigen Liegewiese vor allem Familien mit Kindern an.

Da das Ufer hier sehr flach abfällt und es einen ganz klar abgegrenzten Bereich für Nichtschwimmer gibt, können sich hier auch kleine Kinder sicher am Wasser tummeln.

Zudem gibt es hier einen Spielplatz mit robusten Spielgerät, das auch zu Wasser-, Matsche- und Schleusenspielen genutzt werden kann. Für noch mehr Sicherheit bei den Badegästen sorgt dabei auch eine DLRG-Rettungswache, die allerdings nur bei Beflaggung besetzt ist.

Wer lieber auf den Sandstrand verzichten mag, findet auch im südlichen Bereich einige nicht weiter angelegte Badestellen. Gerade auf der (von der Autobahnbrücke kommend) sanft abfallenden Wiese wird dort im Sommer an Nachmittagen und lauen Abenden auch gerne gegrillt.

Weitere kleine versteckte Badestellen gibt es noch an verschiedenen Orten des vor allem mit Röhricht und Weiden bewachsenen Ufers des Gewässers. Allerdings ist der Uferbereich dort auch schon Mal etwas schlammiger.

Strommasten und verschlossene Sanitäranlagen

Gespeist wird der See übrigens aus Grundwasser, das durch den Einfluss des Salzstocks Lilienthal ganz leicht salzig ist. Die Wasserqualität ist zumeist gut und die aktuellen Werte werden meist im Badebereich angeschlagen.

Allerdings hat die Idylle im Grünen am Rande des Blocklands auch ein paar Macken: Zunächst einmal wären da die weithin sichtbaren Strommasten und die gewaltigen Windräder am Rande der Mülldeponie, die etwas gewöhnungsbedürftig sind.

Ebenfalls nicht jedermanns Sache dürften die zahlreichen Hunde sein, die dort oftmals nicht angeleint Gassi geführt und auch ins Wasser gelassen werden.

Selbst an Tagen mit Badebetrieb nutzen die Verbotsschilder meist nicht viel und die Vierbeiner sind selbst am Sandstrand zu finden.

Ausgerechnet zur Hochsaison ist Anfang Juli zudem der Imbisswagen abgebrannt und wurde bislang noch nicht ersetzt.

Ähnlich ärgerlich: Die vorhandenen Sanitäranlagen sind bereits seit einiger Zeit verschlossen. Ein aufgeklebtes Hinweisschild verrät: „Die Toilettenanlage ist wegen eines Wasserrohrbruchs gesperrt“.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Ein See für den eher anspruchslosen Badegast aus dem Bremer Westen.

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