In vielen Bremer Stadtteilen weisen gelbe Füße und Haltelinien den ABC-Schützen einen sicheren Schulweg. Foto: Füller Die Gelben Füße markieren sichere Schulwege. Foto: WR
Schulbeginn

Der Schulweg will geübt sein

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Was Eltern beachten sollten und warum es Kinder im Straßenverkehr schwerer haben.

Auch wenn die Sommerferien erst in ein paar Tagen vorbei sind, sollten Eltern schon jetzt mit ihren Kindern den Schulweg üben – nicht nur mit den Abc-Schützen, die erst eingeschult werden, sondern auch mit Kindern, die von der Grund- in eine weiterführende Schule wechseln.

„Es reicht nicht, den Schulweg einmal abzugehen“, sagt Ingo Biniok, 1. Vorsitzender der Verkehrswacht Bremen-Stadt. „Wir plädieren dafür, am besten schon mit Beginn der Ferien anzufangen. Eltern sollten sich dafür Zeit nehmen.“ Er wünscht sich, dass Eltern ihren Kindern mehr zutrauen und sie nicht mit dem Auto direkt bis zur Schule fahren.

Lieber den sicheren Schulweg wählen

Auf Kinder gilt es im Straßenverkehr besonders Rücksicht zu nehmen: Weil sie aufgrund ihrer Größe einen anderen Blickwinkel haben, weil sie schlechter wahrgenommen werden als Erwachsene, weil sie Geschwindigkeiten noch nicht einschätzen können und weil sie sich leichter ablenken lassen, zum Beispiel durch Werbetafeln oder andere Verkehrsteilnehmer.

Darauf sollten sich auch Eltern einstellen, die den Schulweg gemeinsam mit den Sprösslingen üben. Dabei bietet es sich manchmal an, nicht die schnellste Strecke zu wählen, sondern lieber einen Umweg zu gehen, der sicherer ist.

Gelbe Füße und Schulexpress

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat für mehrere Stadtteile Schulwegepläne erstellt, an denen Gefahrenpunkte und Co. eingezeichnet sind. Diese Pläne gibt es zum Beispiel für Walle und Obervieland.

Sie können unter adfc-bremen.de/fahrradschule/sichere-schulwege.html runtergeladen werden. „Wir empfehlen auch die gelben Füße oder den Schulexpress zu nutzen: Dabei treffen sich Mitschüler an einem der blauen Schilder in der Nachbarschaft und gehen von dort zusammen zur Schule“, sagt Biniok.

Spielerisch lernen

Auf der Strecke müssen alle Gefahrenpunkte angesprochen werden. Wichtig ist auch dem Kind zu erläutern, wo es die Straße überqueren darf, zum Beispiel an Ampeln, Mittelinseln und Zebrastreifen, und wie man sich dort verhält.

Hilfreich kann es zudem sein, wenn einmal die Rollen getauscht werden: Das Kind erklärt seinen Schulweg dann dem Erwachsenen. So sehen Eltern, was das Kind verstanden hat. „Man kann das auch spielerisch machen und zum Beispiel ‚ich sehe was, was du nicht siehst‘ daraus machen“, gibt Biniok noch einen weiteren Tipp.

Rücksicht nehmen

Geht die Schule dann los, empfiehlt Biniok den Eltern, die Kinder anfangs noch zu begleiten. „Einen Zeitraum, wie lange Eltern das tun sollten, vermag ich nicht zu geben. Das ist von Kind zu Kind ganz unterschiedlich“, so der Verkehrswacht-Vorsitzende.

Doch nicht nur die Kinder haben auf vieles zu achten, auch für alle anderen Teilnehmer am Straßenverkehr ändert sich die Situation mit Beginn des Schuljahres wieder ein wenig: Es sind wieder mehr Autos, Fahrräder und Fußgänger unterwegs und darunter sind nun auch die Abc-Schützen.

Die Polizei bittet daher alle Verkehrsteilnehmer darum, sich auf die Situation einzustellen und besondere Rücksicht zu nehmen.

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Eine Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Nicht nur den Schulweg in den Ferien üben

    Eltern sollten spätestens jetzt, vor der Konstitution der RGR-Regierung, mit ihren Kindern in den Ferien für die Schule und nicht nur den Schulweg geübt haben, damit bei den nächsten nationalen und internationalen Bildungsvergleichen Bremen bei den Platzierungen in der oberen Hälfte der vergleichenden Tabellen erscheint und nicht wieder absackt.

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