Kerstin Holst erklärt den Kindern in ihrer Ausstellung in der Galerie des Atelierhauses Roter Hahn, dass sie auch ausgediente Handbohrer für ihre Kunstwesen verwendet.Foto: Bollmann
Kultur vor Ort

Kinderatelier Kleks in Gröpelingen mit Finanzsorgen

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Die neue Leiterin von Kleks sorgt sich um die Zukunft des Kinderateliers. Der Grund sind die knappen Finanzen.

Kerstin Holst hat gerade erst die Leitung des Kinderateliers bei Kultur vor Ort übernommen. „Das ist genau meine Bestimmung“ erklärt die 54-jährige Kunstpädagogin, die bereits seit 33 Jahren in diesem Bereich arbeitet und auch schon einmal das Kleks-Kinderatelier gemacht hat.

„Ich bin unheimlich glücklich wieder in Gröpelingen zu sein“, freut sich die 54-Jährige. Dabei sorgt sie sich zugleich um die Zukunft des Kinderateliers. Die Finanzierung des seit vielen Jahren erfolgreich arbeitenden Projektes ist nämlich nur noch bis zum Jahresende gesichert. „Wie es danach mit dem Kinderatelier weiter geht steht noch in den Sternen“, so Holst.

Kinderatelier mit ungewisser Zukunft

Die ungesicherte Zukunft sei wohl auch einer der Gründe gewesen, weswegen ihre Vorgängerin Leila Seidel aufgehört habe, erklärt Holst die auch als freischaffende Künstlerin tätig ist und zuletzt fest angestellt Kunstprojekte in der Schule organisiert hat.

Für die Leitung des Kinderateliers habe sie sich erst einmal für ein Jahr beurlauben lassen. „Vom Bedarf her könnten wir hier dabei noch viel mehr mit den Kindern machen“, erklärt Holst.

Im Wechsel kooperiere man immer mit zwei Schulen im Stadtteil, die dann einmal in der Woche zwölf Zweitklässler in das Kleks-Atelier schicken. Gegenwärtig sind das die Schulen am Halmerweg und der Fischerhuder Straße. „Das Kleks-Angebot ist an den Schulen immer sehr gefragt“, weiß Holst.

Einige der Kinder aus der Klecks-Gruppe vor ihren Bildern die sie zum Thema monströs gemalt haben. Foto: Bollmann

Einige der Kinder aus der Klecks-Gruppe vor ihren Bildern die sie zum Thema monströs gemalt haben. Foto: Bollmann

Im Kinderatelier Kleks geht es um „Monströses“

In diesem Halbjahr beschäftigen sich die Grundschüler künstlerisch mit dem Thema „Monströses“. Und haben sich zunächst gemeinsam mit Aurea von Frankenberg und Kerstin Holst deren Ausstellung „Wer rastet der rostet“ angeschaut, die noch bis zum 11. Oktober in der benachbarten Galerie im Atelierhaus Roter Hahn ausgestellt wird.

Anhand der Figuren zeigte sie den Kindern wie sie aus Alltagsgegenständen wie alte Handbohrer ihre Kunstwerke gestaltet und zugleich bekamen Aya Meryen, Dzansu, Elanur, Melisa, Noheme, Selja, Azad und die anderen Schüler dabei schon ein paar Anregungen für ihre eigenen Kunstwerke.

Die Arbeiten aus dem Kinderatelier werden ausgestellt

Nach dem Besuch der Ausstellung haben die Kinder dann nämlich schon angefangen, mit verschiedenen Materialien figürlich zu arbeiten. Später soll dann auch noch ein etwa 3,50 Meter großer Riese entstehen mit dem dann auch Selbstporträts angefertigt werden können. Und natürlich wird es am Ende des Kleks-Ateliers dann auch wieder eine Ausstellung geben in der die Arbeiten der Kinder gezeigt werden.

Und: Trotz der ungeklärten Finanzierung des Kleks-Ateliers gibt es auch schon Pläne für das nächste Jahr. Dann soll nämlich die Kooperation mit dem Gerhard-Marks-Haus fortgesetzt werden. Unter anderem sollen dann ab März sechs große Skulpturen des Stahlbildhauers Robert Schad im Atelierhaus ausgestellt werden.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Nicht Klekse – Fridays stehen for Future.

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