Innensenator Ulrich Mäurer und Mobilitätssenatorin Maike Schaefer zogen eine erste Park-­Bilanz und stellten ihre Pläne für den kommenden Freimarkt vor. Foto: Schlie
Freimarkt

Anwohnerparken soll kommen

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Warnen, abschleppen, informieren: Wie Verkehrs- und Innenressort das Parkproblem am Freimarkt lösen wollen.

Anlieger frei, Durchfahrt verboten: Schilder, die auf die besondere Verkehrs- und Parksituation rund um den Bremer Freimarkt hinweisen, gibt es genug. Und trotzdem ist es in diesem Jahr schon wieder zum altbekannten Chaos gekommen – Autos versperren Zufahrtswege und Feuerwehreinfahrten, Verbote werden ignoriert, ganze Straßenzüge in Findorff sind innerhalb weniger Minuten komplett zugeparkt.

Grund genug für die Senatoren Ulrich Mäurer (Inneres) und Maike Schaefer (Mobilität), öffentlich und vor Ort noch einmal darauf hinzuweisen, wie die Probleme gelöst werden sollen. „Wir brauchen nächstes Jahr unbedingt Anwohnerparken“, erklärte Innensenator Mäurer publikumswirksam vor einem ­Abschleppwagen an der Findorff­allee. So soll verhindert werden, dass die Anwohner keine Parkplätze mehr finden, gleichzeitig können Sie ihr Recht auf die Parkplätze kenntlich machen.

Parkhäuser sind nicht ausgelastet

Einen Appell an die Freimarkt-Besucher richtete Maike Schaefer. „Es kann nicht sein, dass alle am liebsten mit dem Auto neben dem Festzelt parken. Die Busse und Straßenbahnen müssen deutlich häufiger genutzt werden“, sagt sie. Außerdem gebe es genug Parkhäuser in der Umgebung, die an den ersten Tagen des Volksfestes nicht komplett frequentiert waren. „Besonders das Parkhaus unter dem City-Gate wird von Besuchern viel zu selten genutzt“, sagt sie.

Mäurer bekräftigte dies und kündigte an, dass die Park-and-Ride-Möglichkeiten und die Straßenbahn-Verbindungen künftig deutlicher im Vorfeld des Freimarkts kommuniziert werden sollen. „Das haben wir fürs nächste Jahr gelernt“, sagte er.

Abschleppzahlen steigen zum Freimarkt

Bereits an den ersten Tagen des diesjährigen Freimarkts sind zahlreiche Autos abgeschleppt worden. Auch die Zahl der Polizisten und der Kontrolleure des Ordnungsdienstes sei aufgestockt worden. „Momentan sind es 20 bis 30, es sollen aber 100 werden“, kündigte Mäurer an. Die harten Strafen fürs Falschparken seinen offenbar noch nicht abschreckend genug. Wer eine Feuerwehreinfahrt blockiert, muss 30 Euro zahlen, ebenso derjenige, der einen Gehweg mit seinem Auto blockiert.

Dazu kommen Abschleppkosten von 195 bis 260 Euro, je nach Tageszeit und Wochentag. Je länger ein abgeschlepptes Auto nicht abgeholt wird, desto teurer wird es ferner für den Besitzer.

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